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Stahlturm statt „Krähennest“ für die Heide

Sielmannstiftung ändert ihren Plan Stahlturm statt „Krähennest“ für die Heide

Eigentlich wollte die Sielmannstiftung in der Kyritz-Ruppiner Heide einen 15 Meter hohen Aussichtsturm aus Holz errichten lassen, der barrierefrei ist und wegen seiner Form Krähennest genannt wurde. Doch die Stiftung hat ihre Pläne geändert. Aus Kostengründen ist nun von einer „schlanken Stahlkonstruktion“ die Rede. Diese würde nicht mal die Hälfte kosten.

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Vom Aussichtsturm in der Döberitzer Heide können Besucher bei gutem Wetter sogar den Berliner Fernsehturm sehen.

Quelle: Konrad Radon

Neuruppin. Die Heinz-Sielmann-Stiftung hat ihre Pläne für einen Aussichtsturm in der Kyritz-Ruppiner Heide aus Kostengründen geändert. Statt einer 15 Meter hohen Plattform aus Robinienholz, die barrierefrei gewesen wäre und wegen ihrer Form Krähennest genannt wurde, soll nun am sogenannten Sielmannshügel eine „schlanke Stahlkons­truktion“ entstehen, sagte Lothar Lankow, Projektleiter der Sielmannstiftung, am Donnerstag. Die Plattform würde demnach der ähneln, die die Stiftung bereits vor fünf Jahren in der Döberitzer Heide im Havelland errichten ließ. Für die Stahlkonstruktion rechnet die Stiftung lediglich mit Kosten von bis zu 180 000 Euro. Das sind 200 000 Euro weniger als der Etat, der für das „Krähennest“ veranschlagt wurde.

Siegerentwurf hat das Nachsehen

Der Entwurf für die Plattform mit zwei rundum begehbaren Aussichtsringen, einem begrünten Dach und einem 360-Grad-Ausguck in der Mitte stammt von Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Er war vor gut einem Jahr als Sieger eines vom Landkreis und der Sielmannstiftung ausgelobten Ideenwettbewerbs hervorgegangen (die MAZ berichtete). Für das „Krähennest“ wäre der Unterhaltungsaufwand auch sehr hoch gewesen, sagte Lankow. Der Projektleiter hofft für die nun favorisierte Stahlkons­truktion auf eine 75-prozentige Förderung. Dann könnte der Aussichtsturm, der nicht barrierefrei ist, vielleicht im nächsten Jahr gebaut werden.

Derzeit verhandelt die Sielmannstiftung mit der Erlebnisakademie AG. Diese will in der Döberitzer Heide für 4,5 Millionen Euro einen Baumwipfelpfad errichten und die Kosten dafür komplett übernehmen.


Von Andreas Vogel

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