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Stiftung schließt Teil von Schloss Sanssouci

Drastische Sparmaßnahmen Stiftung schließt Teil von Schloss Sanssouci

Weil die Schlösserstiftung Geld sparen muss, werden im kommenden Jahr sechs Einrichtungen vorübergehend geschlossen. Auch ein Teil des Schloss Sanssouci bleibt zu. Zunächst ist geplant, dass die Ausflugsziele für eine Saison nicht geöffnet werden. Der Grund für die drastische Sparmaßnahme ist eigentlich ein positiver.

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Teile des Schloss Sanssouci werden ab dem nächsten Jahr geschlossen.

Quelle: dpa

Potsdam. Keine gute Nachricht für Brandenburg-Touristen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg muss sparen und schließt deshalb im kommenden Jahr vorübergehend sechs Einrichtungen in der Region um Potsdam. Grund: Die Stiftung rechnet mit sinkenden Einnahmen, weil Gebäude saniert werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel das Schloss Cecilienhof im Norden der Landeshauptstadt, das seit Mai 2014 eine Baustelle ist und erst 2017 wieder besichtigt werden kann. Die Folge: Das dortige Hotel kann nicht öffnen und damit kann die Stiftung kein Geld einnehmen. „Wir müssen kürzer treten“, sagt der Generaldirektor der Stiftung, Hartmut Dorgerloh am Dienstag in Potsdam.

Ausflugsziele bleiben für eine Saison geschlossen

Von den geplanten Schließungen betroffen sind der Damenflügel im Schloss Sanssouci, der Normannische Turm am Ruinenberg, das Belvedere auf dem Klausberg, die Moschee in der Breiten Straße (Dampfmaschinenhaus), das Casino Glienicke auf der Berliner Seite des Jungfernsees sowie die Pesne-Galerie im Neuen Palais. Mit dem Saisonstart zu Ostern bleibt das Publikum zunächst für eine Saison draußen, sagte Dorgerloh. Damit will die Stiftung insgesamt eine Million Euro einsparen, um so auch 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können.

Stiftung stehen 160 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung

Der Hintergrund der Sparmaßnahmen ist eigentlich ein erfreulicher. Über ein von Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg finanziertes Sonderprogramm stehen der Stiftung bis 2017 insgesamt knapp 160 Millionen Euro für Investitionen in die Sanierung der rund 50 historischen Gebäude, die sie verwaltet, zur Verfügung. Damit wird derzeit unter anderem das marode Dach des Neuen Palais oder die Fassade des Schlosses Babelsberg restauriert. Von 2019 an sollen über ein neues Sonderfinanzierungsprogramm weitere 400 Millionen Euro fließen, von denen der Bund die Hälfte, Brandenburg 133 Millionen und Berlin 66 Millionen übernehmen sollen.

Auswirkungen für das Tourismus-Geschäft werden durch die von der Stiftung geplanten Schließungen nicht erwartet. „Die Leute besuchen Brandenburg nicht wegen einzelner Gebäude, sondern vor allem wegen Sanssouci insgesamt“, sagt Birgit Kunkel von Tourismus Mark Brandenburg. Im Wirtschaftsministerium sieht man das ähnlich: „Das ist bedauerlich, wird dem Tourismusmagnet Potsdam aber keinen Abbruch tun“, sagte Sprecherin Andrea Beyerlein.

Von Matthias Richter

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