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Hoher Fläming: Wandern mit Hindernissen

Umgestürzte Bäume blockieren Wege Hoher Fläming: Wandern mit Hindernissen

In den Wäldern des Hohen Flämings sind noch Spuren des stürmischen Frühsommers zu sehen. Vereinzelt blockieren Bäume noch Wege. Nach und nach wird aufgeräumt, damit die Wanderer freie Bahn haben. Zudem werden die Qualitätsprüfer auf dem Burgenrundweg erwartet.

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Nach den Stürmen im Frühsommer: Wanderer stoßen mitunter auf Hindernisse.

Quelle: Naturpark Hoher Fläming

Bad Belzig. Der stürmische Frühsommer ist noch nicht vergessen. Gerade in einigen Wäldern des Hohen Flämings hat er seine Spuren hinterlassen. Umgeknickte Bäume gibt es gerade dort, wo von den Eigentümern zuvor schon ausgelichtet wurde, zuhauf. Gar nicht so selten blockieren sie die ausgewiesenen Wanderrouten. Niemand ist bislang zu Schaden gekommen. Das Naturparkzentrum Raben hat die Enthusiasten, die jetzt wieder vermehrt wieder auf Schusters Rappen in der Gegend unterwegs sind, um Vor- und Nachsicht gebeten. In den Rummeln oder dichten Schonungen können gebrochene Äste oder entwurzelte Bäume noch ein Problem sein. Dann lässt sich jedenfalls nicht immer ein Bogen drumherum schlagen oder darüber hinweg steigen.

Viele Hindernisse nördlich von Bad Belzig

Besonders nördlich der Kur- und Kreisstadt stoßen die Wanderer womöglich noch unverhofft auf das eine oder andere natürliche Hindernis. „Zwischen Wenddoche und Groß Briesen hat es einige Hinweise diesbezüglich gegeben“, bestätigt Dietmar Bölke. Bei der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark zeichnet er für das inzwischen etwa 800 Kilometer umfassende Wanderwegenetz zwischen Havel und Fläming verantwortlich. „Etwa die Hälfte davon ist in Forsten gelegen“, sagt der Sachbearbeiter. „Das ist durchaus eine Herausforderung.“ In der Regel seien die Waldbesitzer bekannt und kooperativ, wie Dietmar Bölke sagt. Häufig genug seien es Rentner, die schon lange nicht mehr vor Ort waren und auch nicht in der Lage sind, mit der Motorkettensäge schnell den Schaden zu beseitigen. „In der Regel finden wir Lösungen mit den Forstbetriebsgemeinschaften“, so der Mitarbeiter des Landratsamtes Bad Belzig.

Prädikat alle drei Jahre

Der Hohe Fläming hat zwei von bundesweit 121 mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Strecken – seit 2010 der Burgenwandreweg und seit Januar 2015 der Internationale Kunstwanderweg.

Neun Kern- und 23 Wahlkriterien werden – auf Antrag alle drei Jahre – in fünf Bereichen überprüft: Wegeformat (Wegführung, Belag, Breite) Wanderleitsystem (Wegweisung, Markierung) Natur/Landschaft (Naturattraktionen, Landschaftsformationen) Kultur (Regionale Sehenswürdigkeiten, Baudenkmäler) Zivilisation (Gasthäuser, Busse/Bahnen Parkplätze, Umfeld).

Bei Erfolg wird das Zertifikat im kommenden Januar bei der Tourismus-Messe CMT in Stuttgart vergeben.

Nach wie vor hat der in Kuhlowitz ansässige Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark – mit im Vergleich zur Saison 2012, als der Deutsche Wandertag in Bad Belzig und Umgebung stattfand, reduziertem Personal freilich – einen Blick auf die offiziell vermarkteten Trassen, samt Markierung und Möbel.

Bisher weder Lob noch Tadel

Nicht zuletzt auf den Burgenwanderweg. Der 147-Kilometer-Rundkurs zwischen Bad Belzig, Raben, Wiesenburg und Ziesar steht dieser Tage vermutlich unter besonderer Beobachtung. Denn die Tester des Deutschen Wanderverbandes dürften demnächst unterwegs sein und prüfen, ob das immer für drei Jahre befristete Qualitätssiegel im Januar zum dritten Mal vergeben werden kann. „Sie laufen etwa ein Drittel der Strecke ab und kontrollieren vor allem die in Karten markierten kritischen Stellen“, erklärt Jens Kuhr.

Wie der Verbandssprecher mitteilt, gebe es in der Geschäftsstelle Kassel bisher weder Lob noch Tadel zum Zustand des Burgen- und des ebenfalls zertifizierten Internationalen Kunstwanderweges zwischen Bad Belzig und Wiesenburg. Für positive wie negative Kritik ist der Naturparkverein Hoher Fläming offen. Zu diesem Zweck hat er auf der Internetpräsenz ein Meldeformular und eine Umfrage eingerichtet.

Von Rene Gaffron

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