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Wittenberge: Praktikant im Biosphärenreservat

Ungenutzte Naturpotenziale Wittenberge: Praktikant im Biosphärenreservat

Umweltpraktikant Alexander Poloczek aus Köln arbeitet in den kommenden drei Monaten im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Er soll dort die Potenziale für den Kanutourismus erkunden. Bislang ist dieses Feld noch völlig ungenutzt.

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Die Leiterin der Commerzbankfiliale, Silvia Ahlemann, überreichte Alexander Poloczek einen Rucksack mit nützlichen Dingen.

Quelle: Wegner

Wittenberge. Die Initiative Europarc als Dachverband der Großschutzgebiete und die Commerzbank bieten jedes Jahr bundesweit rund 50 Studierenden die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg gibt es dieses Jahr zwei Praktikumsplätze mit einer Dauer von je drei Monaten. Am Mittwoch begrüßte die Filialleiterin der Commerzbank in Wittenberge, Silvia Ahlemann, den Umweltpraktikanten Alexander Poloczek. Er macht bis Mitte Oktober die Arbeit seines Vorgängers Thomas Weiß weiter.

Thomas Weiß führte eine Bestandsaufnahme durch, die die Potenziale und Herausforderungen für die Entwicklung des Wassertourismus im Biosphärenreservat darstellt. Daran knüpft Alexander Poloczeks Arbeit an. An drei exemplarischen Orten an der Elbe untersucht der Geologe, wie das Potenzial für den Kanu- und Kajaktourismus besser genutzt werden kann. Er wird den Rastplatz bei Rühstädt aufsuchen und prüfen, ob dort ein Biwak-Platz eingerichtet werden kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen. Es geht auch darum herauszufinden, wo Informationstafeln aufgestellt werden könnten. „Im Moment bekommt der Wassertourist an der Elbe keine Informationen, wo er anlanden darf und wo nicht. Wir können dem Kanutouristen Vorschläge unterbreitet und sind naturschutzrechtlich abgesichert”, sagte Jan Schormann vom Biosphärenreservat. Weitere Orte, die Alexander Poloczek unter die Lupe nehmen wird, sind die Sportboothäfen in Wittenberge und Lenzen. „Das Potenzial wird derzeit noch nicht gut genutzt”, sagte er. So müssten für die Kanufahrer günstigere flache Ausstiege geschaffen werden. Ein Kanusafe, in denen die Natururlauber ihre Boote unterbringen könnten, böte die Möglichkeit, länger am Ort zu verweilen oder einen Abstecher ins Umland zu unternehmen. Die Beispiele sind exemplarisch und können auch für andere Orte angewendet werden. Die Ergebnisse der Praktikantenarbeit sollen in naher Zukunft umgesetzt werden, konstatierte Schormann.

Alexander Poloczek kommt aus Köln. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geologie und arbeitet an seinem Master mit Schwerpunkt Kultur, Umwelt und Tourismus. Die Filialleiterin der Commerzbank in Wittenberge, Silvia Ahlemann, überreichte dem Praktikanten einen Rucksack, gefüllt mit Dingen wie Lektüre, eine Thermoskanne und ein Sitzkissen. Seit 25 Jahren wurden bundesweit rund 1500 Praktikanten von der Commerzbank unterstützt.

Von Jens Wegner

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