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Zu Fuß von der Nordsee bis zum Bodensee

Paar ist zu Fuß auf Deutschlandreise Zu Fuß von der Nordsee bis zum Bodensee

Peter Stuber und Madame Dulie sind zu Fuß auf Deutschlandtour. Sie nehmen eine Auszeit vom ernsten Leben, ihr Ziel: der Bodensee. Madame Dulie ist eine echte Dame, eine Eselsdame. 390 Kilometer haben die beiden ungewöhnlichen Reisepartner schon zurückgelegt, geritten wird nicht. Nun machen die beiden im Hohen Fläming eine Rast.

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Die gemütliche Holzhütte in Rädigke war ganz nach dem Geschmack der beiden Wanderer.

Quelle: U. Klemens

Rädigke. Madame Dulie ist ein echter Esel. „Manchmal nenne ich sie aber auch einfach nur Schnecke, je nach dem Tempo, das sie gerade anschlägt“, sagt Peter Stuber. Seit vier Wochen ist der Rostocker mit seiner Eseldame zu Fuß auf Deutschlandtour. Nun gönnten sich Schnecke und Herrchen auf dem Campingplatz in Rädigke eine Verschnaufpause.

„Das Schwierigste waren die eigenen Scheuklappen“, sagt Peter Stuber, der aus Schwaben stammt und inzwischen an der Ostseeküste zu Hause ist. Den Plan, sich zusammen mit einem Esel eine Auszeit zu gönnen und auf Wanderung zu begeben, hegte der studierte Sozialwissenschaftler schon lange. Fast ebenso lange fehlte ihm aber der Elan, den Traum umzusetzen.

Ende Mai war es endlich soweit. Drei Esel testete er auf einem Eselhof bei Kiel auf Umgänglichkeit und Verkehrstauglichkeit. „Ein Muss“, sagt der 35-Jährige. „Dass das Tier scheut oder einfach stehen bleibt, nur weil ein Lkw vorbeifährt, geht nicht und ist auch gefährlich.“ Bei Madame Dulie passte alles. Am 28. Mai zuckelten sie los. 390 Kilometer haben sie inzwischen unter den Hufen. Geritten wird nicht. Dulies einzige Aufgabe ist es, 35 Kilogramm Gepäck ihres Begleiters zu tragen.

Zwei Aspekte haben ihn an dieser Tour am meisten gereizt. „Zum einen die sportliche Herausforderung und zum anderen wollte ich Deutschland eine Chance geben, es kennen zu lernen“, sagt der Wanderer. Viel habe er bislang von der Welt, aber wenig von der Heimat gesehen. „Deutschland hat viele schöne Ecken und viele interessante Menschen“, lautet seine Zwischenbilanz.

Dass er auf seiner Tour mit so vielen ins Gespräch kommt, liege vor allem an Madame. „Der Esel ist ein unglaublicher Sympathieträger, quer durch alle sozialen Schichten und Generationen.“ Die Porsche-Fahrerin, die aus dem Auto sprang, um Dulie Möhren zu schenken, gehört ebenso zu Stubers Erlebnissen, wie der Arbeitslose am Supermarkt, der einen Apfel spendierte. Rund ein Drittel der Übernachtungen sind Einladungen.

Die Herzlichkeit der Feuerwehrleute im Brandenburger Ortsteil Göttin, deren Ehrengast er wurde, wird Peter Stuber so schnell nicht vergessen. Gestern morgen zog das Duo weiter Richtung Bodensee. 700 Kilometer liegen noch vor ihm.

Von Uwe Klemens

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