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Beelitz soll Bestattungswald betreiben

Bürgerumfrage bringt klares Ergebnis Beelitz soll Bestattungswald betreiben

In Beelitz könnte Potsdam-Mittelmarks zweiter klassischer Bestattungswald entstehen. Die Stadt will den Plan jetzt weiter vorantreiben, nachdem eine Umfrage unter Beelitzern ein klares Ergebnis erbracht hat. Die Frage, ob die Spargelstadt einen Bestattungswald braucht, beantworteten 99 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Ja.

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Quelle: dpa

Beelitz. Die Bürgerbefragung zu einem Bestattungswald in Beelitz hat ein klares Ergebnis erbracht. Ginge es nach den Umfrageteilnehmern, dann soll diese alternative Form der Bestattung auch in der Spargelstadt angeboten werden.

Die Zahl der Beelitzer, die den Umfrage-Flyer ausgefüllt haben, hielt sich in Grenzen. 132 Leute beteiligten sich an der Umfrage. Ihr Votum ist aber deutlich: Auf die Frage, ob Beelitz einen Waldfriedhof braucht, antworteten 99 Prozent mit Ja. Die Befragten positionierten sich auch klar dazu, wer den Bestattungswald betreiben soll. 92 Prozent will, dass die Stadt die Aufgabe übernimmt. Einen privaten Anbieter bevorzugen nach Stadtangaben 16 Prozent. Die Zahlen, die scheinbar nicht zusammenpassen, kommen zustande, weil auch Mehrfachnennungen möglich waren. Einige Beelitzer haben ihre Stimme sowohl für einen privaten Betreiber als auch für einen kommunalen Waldfriedhof gegeben. Bürgermeister Bernhard Knuth sieht in der Umfrage den Auftrag, den Bestattungswald in Regie der Stadt zu bewirtschaften. Laut Knuth könnte ein städtischer Waldfriedhof auf einer kommunalen Forstfläche gegenüber der Bundeswehrkaserne in der Nähe des Waldspielplatzes entstehen. Bereits am Freitagnachmittag können sich Stadtverordnete ein Bild machen. Es steht die Waldbegehung mit dem Stadtförster an, die einmal im Jahr angeboten wird. Das anvisierte Areal soll dabei mit angeschaut werden.

Knuth kündigte an, für eine Hauptausschuss-Sitzung Ende des Jahres eine Präsentation des Plans vorzubereiten. Danach soll das Stadtparlament eine Grundsatzentscheidung treffen. Der favorisierte Standort ist nicht unumstritten, weil im Stadtwald vor allem Kiefern zu finden sind. Für den Bürgermeister hat es Charme, einen typisch märkischen Wald auszuwählen. Private Anbieter wie die Friedwald GmbH, die seit 2012 in Nuthetal einen Bestattungswald betreibt, bevorzugen Mischwälder. „Ich denke, Laubbäume wie Eichen und Buchen wären besser geeignet. Und die gibt es in Beelitz-Heilstätten“, sagte Stadverordnete Elke Seidel (GFT). Laut Knuth sollen im städtischen Bestattungsforst Möglichkeiten geschaffen werden, für die Familie oder den Freundeskreis einen Baum zu pflanzen oder bereits in jungen Jahren zu erwerben. „Da ist es auch möglich, Eichen oder Buchen zu pflanzen.“

Von Jens Steglich

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