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Doppelgräber für Urnen

Friedhof Blankenfelde Doppelgräber für Urnen

Auf dem evangelischen Waldfriedhof in Blankenfelde gibt es jetzt Urnen-Doppelgräber. Am Wochenende wurde das neue Gräberfeld eröffnet.

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Pfarrer Steffen Wegener bei der Eröffnung des neuen Gräberfeldes auf dem Blankenfelder Waldfriedhof.

Quelle: Andrea von Fournier

Blankenfelde. Auf dem evangelischen Waldfriedhof von Blankenfelde gibt es jetzt auch Doppelgrabstellen für Urnen. Diese neue Bestattungsmöglichkeit befindet sich auf einem neuen Urnengräberfeld, das am Wochenende seiner Bestimmung übergeben wurde. An 14 einzelnen Plätzen kann dort zunächst eine Urne bestattet werden und später noch eine weitere. So muss sich kein Ehepartner sorgen, dass die Gräberanlage, in der sein Partner beigesetzt wurde, bereits voll belegt ist, wenn er selbst einmal stirbt.

Die freundlich gestaltete Anlage hat Steinmetzin und Bildhauerin Karin Grobe geplant und mit ihren Mitarbeitern in ihrer Zossener Werkstatt ausgeführt. Sie hatte dem Friedhofsausschuss der Blankenfelder Kirchengemeinde vier Gestaltungsvorschläge unterbreitet, die in der Art des Mittelsteins, der Schriftgestaltung, des Materials und dessen Bearbeitung variierten. Nun schmückt eine runde Stele mit einer Inschrift aus dem Psalm 91, an deren oberen Ende stilisierte Flügel eingelassen sind, die Mitte der Anlage. Das Motiv findet sich in der Kirche des Klosters Alexanderdorf. Wellenartig darum verlaufen die niedrigen Namenstafel-Postamente. Der ausgewählte Stein ist ein nordischer Granit, der poliert wurde. Drumherum sorgte Andreas Wosch von der Gärtnerei Wosch aus Nächst Neuendorf für die gärtnerische Gestaltung. Bronzetäfelchen, die auf einem kleinen Steinpostament befestigt werden, nennen die Namen der Verstorbenen.

Zur feierlichen Einweihung einer neuen Gräbergemeinschaftsanlage hatten sich die Gäste in der Kapelle des Evangelischen Waldfriedhofs Blankenfelde versammelt – und boten teilweise ein ungewohntes Bild. Denn Besucher in farbiger Kleidung, die sich mit Getränken in Händen angeregt unterhalten, sind ein eher seltenes Bild auf einem Friedhof. Vielleicht sind sie aber auch eine Metapher auf die sich in unseren Tagen wandelnde Friedhofskultur. Zur Einweihung sang die Kantorei unter Leitung und mit Klavierbegleitung von Hanna Hahn thematisch passende Lieder, etwa das vom „Bruder Tod“. Pfarrer Steffen Wegener erinnerte die Besucher an die Endlichkeit der menschlichen Tage und an die Gewissheit der Christen, dass der Tod nicht Finsternis und das Ende bedeute. Um mit einem gemeinsamen Vaterunser die neue Grabanlage zu eröffnen, begaben sich die Besucher vor das neue Bauwerk. Nach dem Gebet wurde die Anlage von den Besuchern genauer in Augenschein genommen.

Sie ist nicht die erste Urnengrabanlge auf dem gepflegten Areal am Berliner Damm. „Wir haben bereits eine anonyme Urnengräberstätte sowie eine Gräberanlage mit Namensgebung an einer Steintafel“, erklärt Friedhofsverwalterin Gabriele Walther.

Von Andrea von Fournier

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