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Ehrung für Opfer von Krieg und Gewalt

Volkstrauertag in Luckenwalde Ehrung für Opfer von Krieg und Gewalt

Vertreter aus dem gesamten Landkreis Teltow-Fläming legten am Volkstrauertag auf dem Waldfriedhof in Luckenwalde Kränze nieder. An den Ehrengräbern dort fand das zentrale Gedenken des Kreisverbandes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge statt.

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Ehrengrab auf dem Waldfriedhof in Luckenwalde.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Mit einer zentralen Veranstaltung auf dem Waldfriedhof in Luckenwalde gedachten Vertreter aus Politik, Verbänden, Kirche, Bundeswehr sowie Privatbürger aus dem Kreis Teltow-Fläming am Volkstrauertag der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke), die Fraktionen des Kreistages und der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge schlossen sich der Gedenkfeier der Stadt Luckenwalde an.

„Heute wehen die Fahnen auf Halbmast und verneigen sich vor den Opfern von Krieg und Gewalt“, sagte Pfarrerin Stephanie Hennings am Sonntag in der Trauerhalle, „und wir verneigen uns mit ihnen.“ Sie erinnerte an die Millionen Opfer der Kriege, hinter denen konkrete Schicksale stehen. „Es waren Väter, Söhne, Mütter und Töchter, gute Freunde, unsere Vorfahren“, sagte sie und spannte den Bogen in die Gegenwart: „Auch heute sind in der Welt ähnliche Bilder präsent.“

Stephanie Hennings schloss mit einem Bibelwort: „Ob wir leben oder sterben, wir sind des Herrn.“ Jeder Einzelne besitze als Geschöpf Gottes seine Würde. „Und die kann man ihm nicht nehmen. Das Leben ist stärker und wird trotzen der Todesmaschinerie, die um sich greift“, sagte die Pfarrerin.

Peter Ilk, Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge und Bürgermeister von Baruth, Sandra Flinzer, Kreisgeschäftsführerin, Kreistagsvorsitz

Peter Ilk, Kreisvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge und Bürgermeister von Baruth, Sandra Flinzer, Kreisgeschäftsführerin, Kreistagsvorsitzende Gerhard Kalinka und Landrätin Kornelia Wehlan.

Quelle: Elinor Wenke

Mit dem Gedicht „Drei Minuten Gehör“ von Kurt Tucholsky begann die Vorsitzende der Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung, Heidemarie Migulla (Linke), ihre Gedenkansprache. In seinem Gedicht, vier Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, hatte Tucholsky gemahnt, den Kriegsverstand abzuschütteln und nie wieder einen Krieg zuzulassen. „Wir wissen, dass der Appell Tucholskys nicht in Erfüllung ging“, sagte Migulla, der Zweite Weltkrieg habe über 50 Millionen Tote gekostet. Auch 70 Jahre nach dem Weltkrieg sei man es den Opfern schuldig, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. „Die terroristischen Übergriffe und die Toten von Paris machen deutlich: Krieg und Gewalt finden nicht irgendwo weit weg von uns in einer anderen Welt statt“, so Migulla.

Nach Klängen des Trompetenensembles der Kreismusikschule sprach der Kreistagsvorsitzende Gerhard Kalinka (Bündnisgrüne) Worte zur Totenehrung am Deutschen Ehrenfeld. Dort sowie auf dem Mohrungenfeld und dem Sowjetischen Ehrenfeld wurden Kränze niedergelegt.

Von Elinor Wenke

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