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Erinnerung an die Toten von Terror und Krieg

Volkstrauertag im Landkreis Havelland Erinnerung an die Toten von Terror und Krieg

Zum Volkstrauertag wird an die Toten der Kriege und an die Opfer von Terror und Gewaltherrschaft erinnert. Die zentrale Veranstaltung des Landkreises Havelland war am Sonntag in Nitzahn.

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Volkstrauertag am Kriegerdenkmal in Nitzahn

Quelle: Norbert Stein

Nitzahn. Am Volkstrauertag gedachten in vielen Städten und Gemeinden gestern Menschen der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft, Vertreibung und Terrorismus. Die zentrale Gedenkfeier des Landkreises Havelland fand in Nitzahn, Gemeinde Milower Land, statt. Sie wurde gezeichnet von den tragischen Ereignisse am Freitagabend in Paris, wo Terroristen viele Menschen töteten. Landrat Burkhard Schröder (SPD) schloss die Opfer von Paris ein in das von ihm gesprochene Totengedenken. „Wir gedenken aller Opfer“, sagte Schröder, der auch Vorsitzender der Deutschen Kriegsgräberfürsorge im Havelland ist. Das Leben stehe stet im Zeichen der Hoffnung und Versöhnung unter den Völkern aller Länder, führte der Landrat in seinem Totengedenken weiter aus.

Das Ketziner Bläserquartett spielte

Auf dem Friedhof, am wieder hergerichteten Kriegerdenkmal, legten gemeinsam mit Schröder die Kreistagesvorsitzende Manuela Vollbrecht (SPD) sowie Vertreter von Parteien und Kommunen Kränze nieder. Der Kranz des Landkreises wurde von Angehörigen der Bundeswehr getragen. Das Bläserquintett des Blasorchesters Ketzin spielte.

Landrat Burkhard Schröder legt seinen Kranz nieder

Landrat Burkhard Schröder legt seinen Kranz nieder.

Quelle: Norbert Stein

Eröffnet wurde der Vormittag des Innehaltens und Gedenkens in Nitzahn mit einer Andacht in der Dorfkirche. Das Kriegerdenkmal vor der Kirche trage als Inschrift Helden gewidmet zu sein, sagte Johannes Möcker. „Was ist das eigentlich, ein Held zu sein“, fragte der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Die Toten denen das Denkmal gewidmet ist, seien „tragische Helden“, weil sie Opfer sinnloser Kriege wurden. „Die vielen Freiwilligen, Mitarbeiter in den Verwaltungen, Polizisten, Bundeswehrangehörige und weitere Helfer, die sich heute einsetzen das Flüchtlinge ein Dach über den Kopf haben, das sind wahre Helden “, sagte der Pfarrer. Das Leben verlange Einsatz für den Frieden, verlange das die Menschen ihre Blicke nach vorne richten. Frieden beginne im Kleinen und im Alltag, betonte Möcker. Es gelte keine zunehmende Kälte zu zulassen im gesellschaftlichen Miteinander, mahnte der Pfarrer. Die Bläser spielten das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ .

Gedenken auch in Rathenow

In Rathenow gedachten aus Anlass des Volkstrauertages Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) und im Stadtparlament vertretende Fraktionen der Toten am hölzernen Kreuz auf dem Weinbergfriedhof und der Bund der Vertriebenen, Regionalverband Rathenow, am Gedenkstein im Fontanepark. In Zollchow gingen Einwohner nach einem Gottesdienst zum sanierten Kriegerdenkmal am Ortseingang und legten ein Gebinde nieder zum Volkstrauertag.

Von Norbert Stein

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