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Für ein Weiterleben in Würde

Verfügungen im medizinischen Notfall Für ein Weiterleben in Würde

Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, Wichtiges in seinem Leben nicht mehr selbst regeln zu können. Dann müssen andere die Entscheidungen treffen. Dabei soll das Selbstbestimmungsrecht so gut wie möglich gewahrt werden.

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Vorsorge sollte rechtzeitig getroffen werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Ein Unfall, ein Sturz, ein Schlaganfall – es kann schnell gehen, wichtige Dinge nicht mehr selbst regeln zu können. Das deutsche Betreuungsrecht legt dann fest, wer die Entscheidungen trifft. Ein vom Gericht bestellter Betreuer kann nur in einem rechtlich festgelegten Umfang handeln und festgelegte Wünsche des Betroffenen beachten.

Rechtzeitige Vorsorge macht indes Selbstbestimmung noch möglich. Genau dies ist das Ziel des Gesetzgebers. Mit Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung kann sich jeder noch bei Gesundheit vorausschauend für die Wechselfälle des Lebens entscheiden.

Die Vorsorgevollmacht überträgt einer anderen Person die Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten für den Fall, dass man die eigene Entscheidungsfähigkeit einbüßt. Der Bevollmächtigte handelt dann. Das Gericht wird nur eingeschaltet, wenn es zu dessen Kontrolle erforderlich ist.

Im Voraus festlegen

Mit der Betreuungsverfügung kann jeder im Voraus festlegen, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll, für den Fall, dass es ohne rechtliche Betreuung nicht mehr weitergeht. Genauso kann hiermit bestimmt werden, wer auf keinen Fall als Betreuer infrage kommt. Auch inhaltliche Vorgaben für den Betreuer können so festgelegt werden, etwa ob eine Betreuung zu Hause oder im Heim gewünscht wird.

Die Patientenverfügung entscheidet über das Ob und Wie eventuell notwendiger medizinischer Maßnahmen. Wer nicht möchte, dass andere über die medizinische Behandlung verfügen, sofern er das selbst nicht mehr kann, legt durch die Patientenverfügung fest, ob bei konkret beschriebenen Krankheitszuständen bestimmte Maßnahmen gewünscht oder aber nicht gewünscht sind.

Formulare für Vollmacht und Verfügung stellt das Bundesjustizministerium zur Verfügung und gibt nähere Hinweise in der Broschüre „Betreuungsrecht”.

Von MAZonline

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