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Geboren hinter Gittern

Gedenkstätte Sachsenhausen Geboren hinter Gittern

Vor Ausstrahlung im RBB-Fernsehen des Dokumentarfilms „Geboren hinter Gittern. Kinderschicksale in der Nachkriegszeit“ zeigt die Gedenkstätte Sachsenhausen den Film am Donnerstag, 25. Februar. Beginn ist um 18.30 Uhr. Barbara Kirchner-Roger, die im Speziallager Sachsenhausen geboren wurde, und Filmregisseur Hans-Dieter Rutsch sind anwesend.

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Die Kleidung für ihr Baby strickte Christa-Maria Kirchner in der Haft..

Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Oranienburg. Eine Vorabaufführung vor Ausstrahlung im Fernsehen des Dokumentarfilms „Geboren hinter Gittern. Kinderschicksale in der Nachkriegszeit“ bietet die Gedenkstätte Sachsenhausen am heutigen Donnerstag an. Beginn ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Anwesend sind der Autor und Regisseur Hans-Dieter Rutsch und Barbara Kirchner-Roger, die im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen zur Welt gekommen war, als sechstes Kind und als erstes Mädchen. Im Lager fehlte es an allem, was ein Säugling benötigt. Ihre Mutter Christa-Maria Kirchner, die 1946 von der sowjetischen Besatzungsmacht unter dem Vorwurf, „Agent ausländischer Geheimdienste“ zu sein, verhaftet worden war, erinnert sich: „Für Kleider und Windeln mussten wir uns Stoffreste aus der Lumpenkammer besorgen, wo die Kleidung der im Lager Verstorbenen gestapelt wurde. Wir tauschten bei den Männern Brot […] gegen Nähnadeln aus Draht und Sticknadeln, die aus Fahrradspeichen gefertigt waren. So konnte ich für meine Bärbel ein Baby-Jäckchen und -Mützchen aus der begehrten Zuckersackwolle stricken.“

Nach der Filmaufführung nehmen Regisseur und Zeitzeugin am Publikumsgespräch teil. Rutsch hat über Jahre Menschen auf dem Weg zurück in ihre eigene Geschichte mit der Kamera begleitet, die in der Nachkriegszeit in sowjetischer Haft geboren wurden, darunter auch Kinder aus dem sowjetischen Speziallager in Sachsenhausen. Sein bewegender Film wird am 1. März im RBB-Fernsehen gezeigt.

Von Marion Bergsdorf

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