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Hennigsdorf: Der Friedhof wird teurer

Die letzte Ruhe Hennigsdorf: Der Friedhof wird teurer

In Hennigsdorf kostet die letzte Ruhe künftig mehr. Die Stadtverordneten haben sich für eine Anhebung der Gebührensatzung entschieden. Geschuldet ist das der schwierigen Haushaltslage. Wir verraten, wie viel sie künftig zahlen und warum für einige Gräber künftig die „Reservierung“ aufgehoben wird.

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Die letzte Ruhe wird künftig für viele teurer.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Die letzte Ruhe wird auf Hennigsdorfer Friedhöfen für viele teurer. Für eine Anhebung der Gebührensatzung sprach sich in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung die Mehrheit aus. Bislang zahlten Angehörige für die Pflege einer Doppelgrabstätte 52 Euro im Jahr, künftig werden es 84 Euro sein. Das entspricht einer Anhebung um fast zwei Drittel. Generell werden Erdbestattungen zwischen 3,6 und 15 Prozent teurer. Urnenbestattungen indes, die immer stärker nachgefragt werden, werden dagegen sogar etwas günstiger als bisher.

An den Gesamtkosten für eine Bestattung ändert sich aber nicht allzu viel, die Preise steigen nur moderat zwischen zwei und sechs Prozent. So kostet ein Erdreihengrab, das vom Hennigsdorfer Friedhofspersonal ein Vierteljahrhundert gepflegt wird, inklusive Bestattung, Benutzung der Feierhalle und Formalien statt bisher 1566 in der neuen Satzung 1647 Euro.

Beschlossen haben die Stadtverordneten auch eine Gestaltungssatzung, nach der der Waldfriedhof modernisiert werden soll. Die Grabfelder 8,9 und 10, die bislang für „reservierte“ Gräber vorgesehen waren, werden ab Mitte des Jahres in Reihengrabfelder umgewandelt. Die Verwaltung reagiert damit vor allem auf die Tatsache, dass Angehörige die Gräber heute nicht mehr regelmäßig pflegen können – etwa, weil sie in einer weiter entfernten Stadt leben.

Mit der Gebührenerhöhung reagiert die Stadtverwaltung auf die schwierige Haushaltslage nach dem Einbruch der Gewerbesteuern. Im vergangenen Jahr wurde bereits rund eine Million Euro im Haushalt eingespart. Neben den höheren Friedhofsgebühren entscheidet die SVV nun demnächst, ob die Trägerschaft der Oberschulen wieder an den Kreis gehen sollen.

Von Marco Paetzel

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