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Klassisches Grab hat ausgedient

Friedhöfe im Löwenberger Land Klassisches Grab hat ausgedient

Die Bestattungskultur verändert sich auch im Löwenberger Land. Das „klassische Grab“, in das ein Sarg eingelassen wird, ist längst nicht mehr die unumstrittene Nummer 1. Andere Bestattungsformen haben längst aufgeholt.

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Der Friedhof in Häsen/Klevesche Häuser.

Quelle: Uwe Halling

Löwenberger Land. In der Gemeinde Löwenberger Land werden sich schon länger Gedanken über die Entwicklung der Friedhöfe gemacht. Die 2011 geäußerten Ideen sind in den Entwurf des Friedhofskonzepts eingeflossen, über den derzeit diskutiert wird. „Der Wandel in der Bestattungskultur hat auch bei uns sichtbare Spuren in Form von vielen unbelegten Stellen hinterlassen“, sagt Ordnungsamtsleiter Manfred Telm auf der jüngsten Bauausschusssitzung. So sank laut dem Konzept die Zahl der Grabstellen (von 2004 bis 2009 ging die Zahl um mehr als 150 auf 1781 belegte Gräber zurück).

Gräber im Löwenberger Land: Die Vielfalt ist groß

Auf den Friedhöfen der Gemeinde Löwenberger Land (Falkenthal, Grieben, Glambeck, Grüneberg, Häsen/Klevesche Häuser, Hoppenrade, Liebenberg, Löwenberg, Nassenheide, Neuendorf und Neulöwenberg) sind vier verschiedene Grabstätten zugelassen: Reihengrabstätten sind Einzelgräber (Sarg oder Urne), die für eine bestimmte Zeit nebeneinander liegen; Wahlgrabstätten sind für Urnen, einzelne oder mehrstellige Erdgrabstätten gedacht (in einer Urnengrabstätte können bis zu vier Urnen liegen, das Nutzungsrecht kann verlängert werden); anonyme Urnengrabstätten sind einheitlich gestaltete Flächen auf einem Friedhof (die Urnen werden nach der Trauerfeier anonym beigesetzt, die genaue Lage ist nicht kenntlich gemacht, die Bepflanzung durch Angehörige ist nicht zulässig). Diese Bestattungsart ist nur in den Ortsteilen Grieben, Grüneberg, Löwenberg, Nassenheide und Neuendorf zulässig. Es bleiben Ehren- und Gedenkgrabstätten sowie historische Grabstätten für Kriegsopfer (Erstem und Zweiten Weltkrieg) sowie Opfer von Gewaltherrschaft.

Rasengräber und Baumbestattungen immer beliebter

In der Gemeinde werden aber auch neue Grabarten angeboten. Dazu zählen Rasengräber , bei denen eine Platte mit einer Inschrift in den Rasen eines gesonderten Grabfeldes gelassen wird. In Grieben, Hoppenrade, Falkenthal, Glambeck, Grüneberg, Liebenberg, Nassenheide, Neuendorf, Neulöwenberg und Löwenberg besteht Interesse an dieser Grabart. Bei Baumbestattungen im Wurzelbereich von Bäumen muss die Urne aus biologisch abbaubarem Material bestehen. Die Kennzeichnung besteht aus einem Schild am Baum. Bleibt der Parkfriedhof, der sich optisch an einem englischen Landschaftsgarten orientiert.

Der Wandel der Bestattungen und damit der Rückgang der Begräbnisplätze hat Folgen. In absehbarer Zeit werden die Gebühren für die Friedhofsnutzer steigen. Um dem entgegenzuwirken, gilt es, die Investitionen auf das Notwendigste zu beschränken. Eine Schließung ganzer Friedhöfe oder Trauerhallen ist in absehbarer Zeit aber nicht geplant.

Von Stefan Blumberg

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