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Moderne Trauerhallen und neue Bestattungsformen

Friedhofsdebatte in Nuthe-Urstromtal Moderne Trauerhallen und neue Bestattungsformen

Die Gemeinde Nuthe-Urstromtal will trotz der hohen Unterhaltungskosten all ihre Friedhöfe und Trauerhallen in 22 Ortsteilen erhalten und modernisieren. Außerdem sollen neue Bestattungsformen ermöglicht werden.

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Die Bandbreite der Bestattungsformen soll in Nuthe-Urstromtal erhöht werden.

Quelle: dpa

Ruhlsdorf . Die Diskussion, ob Trauerhallen oder ganze Friedhöfe in den Ortsteilen der Gemeinde Nuthe- Urstromtal aufgegeben werden sollten, ist vom Tisch. Die Gemeindevertreter beschlossen bei ihrer Sitzung am Dienstagabend, alle Bestattungsorte zu erhalten und die Trauerhallen peu à peu instandzusetzen. Zuvor hatten sich bereits die Ortsvorsteher dafür ausgesprochen.

Der überwiegende Teil der Trauerhallen wurde in den 1960er und 1970er Jahren errichtet. Viele davon müssen dringend saniert werden. Seit 2008 lässt die Gemeinde die Gebäude sukzessive auf Vordermann bringen. Im Haushaltsentwurf 2015 war der Neubau einer Trauerhalle in Berkenbrück vorgesehen. Doch die Gemeindevertreter verschoben das Vorhaben im vergangenen Dezember aufs Jahr 2016, damit die Verwaltung zunächst überprüfen sollte, ob und wie Trauerhallen – sowie Dorfgemeinschaftshäuser – noch genutzt werden. Denn die Unterhaltung der Einrichtungen ist für die Gemeinde eine erhebliche finanzielle Belastung, hieß es.

Die Gesamtaufwendungen sollen nun zwar reduziert, aber die Friedhofe entsprechend der Haushaltslage sukzessiv saniert werden, um die bestehenden Bestattungsformen weiterhin anzubieten.

Daran wiederum rieb sich Gemeindevertreter Gerd Heine (Linke). Er kritisierte, dass die Gemeinde nur an den bestehenden Bestattungsformen festhalte, obwohl es neue Alternativen gebe. Deshalb schlug er vor, den Beschluss der Gemeindevertreter in zwei Teilen zu beschließen. Zum einen seien die Trauerhallen auf den Friedhöfen zu erhalten und nach Finanzlage auf Basis einer fortzuschreibenden Bedarfsplanung zu sanieren. Und zum anderen soll die Verwaltung baldmöglichst die satzungsmäßig ermöglichten Bestattungsformen und neue Möglichkeiten erweitern. Dazu sei eine Diskussion nötig.

Heines Vorschlag stimmten sowohl Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) als auch die Gemeindevertreter am Dienstag zu.

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Von Margrit Hahn

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