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Würdiger Ort zum Innehalten und Abschiednehmen

„Raum der Stille“ im Luckenwalder DRK-Krankenhaus eröffnet Würdiger Ort zum Innehalten und Abschiednehmen

Bisher war es im Luckenwalder Krankenhaus nicht immer möglich, würdevoll und in Ruhe von einem verstorbenen Angehörigen Abschied zu nehmen. Jetzt gibt es in der Klinik einen „Raum der Stille“.

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Im Raum der Stille (v. l.): Monika Alcantara, Ullrich Fleck, Pflegedienstleiter Göran Knösch und Verwaltungschef Enrico Ukrow.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wer als Patient ins Luckenwalder DRK-Krankenhaus kommt, hat nicht nur mit freudigen Botschaften zu tun und braucht mitunter Momente der Ruhe und inneren Einkehr, egal, ob er gläubig ist oder nicht. Wem der Trubel im Krankenzimmer dafür zu viel ist, hat nun einen Ort in der Klinik, an den er sich in aller Ruhe zurückziehen kann. Der „Raum der Stille“ als überkonfessioneller Ort der meditativen Einkehr wurde am Montag früh im zweiten Obergeschoss eröffnet.

Initiiert wurde er von der Krankenhausleitung in Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde. Dessen Koordinatorin Monika Alcantara weiß, wie sehr dieser Raum gewünscht wurde. „Er kann von Patienten genutzt werden, die innehalten und zur Ruhe kommen wollen, aber auch von Menschen, die von ihren verstorbenen Angehörigen Abschied nehmen wollen“, sagte sie. Das sei bisher im Krankenhaus nicht immer würdevoll möglich gewesen, wenn Krankenzimmer beispielsweise mehrfach belegt sind. „Auf Wunsch der Angehörigen kann der Verstorbene hier in diesen Raum gebracht werden; die Hinterbliebenen haben dann Zeit, Ruhe und einen würdevollen Rahmen“, sagte Monika Alcantara.

Aus einer vorher leerstehenden Nische ist innerhalb eines Vierteljahres auf 14 Quadratmetern ein stimmungsvoller Raum geworden – mit dezenter Beleuchtung, weißen Kerzen, Sitzmöglichkeiten und dem Angebot, Musik zu hören. Ein großes Bild an der Wand verbreitet Ruhe. Von dessen Motiv ist der amtierende Ärztliche Direktor, Chefarzt Ullrich Fleck, angetan. „Das Bild zeigt eine Brücke, die ins Unbekannte, Ungewisse führt, besser kann man eine nachdenkliche Stimmung nicht ausdrücken“, sagte Fleck, der selbst Vorstandstandsmitglied im Hospiz- und Palliativverein ist. „Im Krankenhaus gehört zum Leben auch das Sterben und auch manch Mitarbeiter wird ab und zu diesen Ort der Stille brauchen“, ist Fleck überzeugt. 5000 Euro hat die Klinik dafür investiert.

Monika Alcantara durfte die Farben aussuchen. „Es sollten beruhigende Erdfarben sein, nicht zu traurig und ein bisschen heimelig“, sagte sie. Der Schlüssel für den „Raum der Stille“ ist auf der onkologischen Station hinterlegt.

Von Elinor Wenke

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