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Brandenburg versteigert wertvolle Gastgeschenke

Auktion für den guten Zweck Brandenburg versteigert wertvolle Gastgeschenke

Am Wochenende feiert das Bundesland Brandenburg seinen 25. Geburtstag mit einem großen Fest und einer ganz besonderen Auktion. Versteigert werden wertvolle Gastgeschenke. Darunter Luxusfüller, wertvolle Vorhänge und kuriose Unikate. Wir stellen die schönsten Stücke vor.

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Ein Luxusfüller von Mont Blanc wird auch versteigert.

Potsdam. Kleine und auch große Geschenke sollen bekanntlich die Freundschaft erhalten, heißt es. Das gilt offenbar auch für höchste Repräsentanten von Ländern und Staaten bei gegenseitigen Visiten. Einen solchen regen Gabentausch gab es in den vergangenen 25 Jahren auch in Brandenburg. Den drei SPD-Regierungschefs Manfred Stolpe (1990-2002), Matthias Platzeck (2002-2013) und Dietmar Woidke (seit 2013) wurden insgesamt rund 3500 solcher Präsente überreicht, wie die Staatskanzlei ausrechnet. Die meisten davon – vom Manschettenknopf bis zur schweren kasachischen Festtagstracht – lagern in einer Kammer im Keller des Hauses oder schmücken eine Vitrine im ersten Stock.

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Am 26. September feiert das Bundesland Brandenburg seinen 25. Geburtstag mit einem großen Fest und einer ganz besonderen Auktion. Versteigert werden wertvolle Gastgeschenke. Darunter Luxusfüller von Mont Blanc. Aber auch kuriose Unikate. Wir stellen die schönsten Stücke vor.

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Aus Anlass des Bürgerfestes am Samstag kommen 90 Gegenstände aus dieser „Schatzkammer“ unter den Hammer. Im Zelt der Staatskanzlei im Lustgarten wird um 11.30 Uhr, 15.15 Uhr und 17.15 Uhr versteigert. Der Erlös geht an die Katja-Ebstein-Stiftung, die sich um Kinder mit gesundheitlichen Schädigungen und sozialen Benachteiligungen kümmert.

Infos zum Bürgerfest

Das Bürgerfest zum Landesjubiläum findet am Samstag von 11 bis 20 Uhr zwischen dem Neuen Lustgarten und dem Alten Markt statt. Landtag und Staatskanzlei sind für Besucher offen.

Am Abend wird im Lustgarten eine multimediale Zeitreise durch 25 Jahre Brandenburg präsentiert.

Die MAZ ist mit einem Stand im Mediencenter nahe der Breiten Straße präsent. Besucher können die Produktion des Online-Auftrittes live verfolgen und sich mit ihrem Foto auf der ­Titelseite verewigen lassen.

Die kleinen Aufmerksamkeiten hat der Protokollchef der Staatskanzlei, Oliver Schmidt (49), ausgewählt. Die Palette reicht von der goldenen Tischuhr aus Russland über die Lackdose aus Korea bis zum Berlinale-Schal. Das meiste seien „klassische“ Geschenke wie Stifte, Füller, Uhren und Bilder. Es gibt aber auch kuriose Geschenke wie eine Clownspuppe vom einstigen Artistenmuseum in Klosterfelde mit dem Titel „Der Überflieger“. Mit dem Flughafendesaster hatte das Präsent aber nicht zu tun. Es stammt aus dem Jahr 2007.

„Vor 25 Jahren wurde noch mehr geschenkt.“

Die Geschenke-Praxis hat sich im Laufe der Jahre verändert, erzählt Schmidt. „Vor 25 Jahren wurde noch mehr geschenkt.“ Doch seit in der Europäischen Union auf Arbeitsebene gänzlich auf Präsente verzichtet wird, sei der Austausch merklich zurückgegangen. „Die Keller sind doch überall gleich voll.“ Ausnahmen bilden nach wie vor Gäste aus Osteuropa oder Fernost. „Ein chinesischer Gast wird nach wie vor nie ohne Geschenk kommen“, sagt Schmidt. Auch Gäste aus Polen würden gern bei Treffen mit Brandenburgs Regierungschefs oder Ministern viel schenken. „Meist sind das sehr durchdachte Geschenke mit viel Heimatbezug.“

Insgesamt gehe der Trend zu kleineren, handlicheren Geschenken. Das sei letztlich alles auch ein Transportproblem. Politiker seien nicht mehr wie früher mit Sonderflugzeugen, sondern mit normalen Linienfliegern unterwegs. Hoch im Kurs stehen chinesische Vasen. Schmidt: „An der Größe könne man angeblich ablesen, wie hochrangig der Gast oder aber die Ehrfurcht vor dem Gastgeber ist.“

Von Igor Göldner

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