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Sportbuzzer Die Fußball-Oase
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19:58 23.12.2013
Dario Urbanski (r.) und die Kinder aus Lategansvlei sind stolz auf die Anzeigetafel in der „Alten Försterei 2“. Quelle: Privat
Potsdam

Der gebürtige Potsdamer hat mitten in der südafrikanischen Steinwüste Kleine Karoo einen Fußballplatz aufgebaut. Und weil Urbanski Fan des Zweitligisten Union Berlin ist, hat er ihn "Alte Försterei 2" genannt.

Das Stadion in Köpenick kennt Urbanski von früher. "Das war mein Zuhause", erzählt er. "Ich bin zu 150 Prozent Unioner." Als Kind ist er immer aus Zauchwitz (Potsdam-Mittelmark) mit seinem Vater zu Union gefahren. Mit 15 Jahren durfte er dann allein nach Köpenick. Die Familie war inzwischen nach Marienthal (Oberhavel) gezogen, wo Urbanskis Eltern eine Gaststätte betrieben. Dort hat Dario Urbanski auch seine heutige Frau Carmen (51) kennengelernt, deren Eltern noch in Zehdenick leben.

Der Anfang in der Wüste war schwer. "Wir mussten hier ganz schnell Afrikaans lernen, mit Englisch kommt man nicht weit." Die Vogelgrippe schlug außerdem zwei mal böse zu. Die Urbanskis verloren viele Tiere, zeitweise gab es einen Exportstopp. "Mit Straußen macht man im Moment kein Geld", klagt Dario Urbanski. Nur 128 Laufvögel gibt es derzeit auf der Farm. "Wir bieten jeden Tag eine Führung mit Fütterung an, aber kein Straußenreiten. Das ist Tierquälerei."

Auch am Stadiontor wird der Dank an die Unionfans deutlich. Quelle: Privat
Dario Urbanski auf seiner Straußenfarm. Quelle: Privat

Im November gab es das erste Spiel von Einheimischen gegen Union-Fans. "Innerhalb von 15 Minuten habe ich eine Mannschaft aus dem Dorf zusammengetrommelt", sagt Urbanski, der die Spieler mit seinem Pickup einsammelt. "Die Einheimischen freuen sich sehr über den Platz. Die Kinder lieben den Fußball." Deren Freude ist Urbanskis Antrieb. Sein Engagement ist seine Art Danke zu sagen. "Die Leute haben mich und meine Familie hier herzlich aufgenommen." Der gelernte Kellner versteht sein Projekt auch als Sozialarbeit. "Die meisten Menschen sind hier sehr arm. Mit dem Fußball geben wir den Kindern eine Freizeitmöglichkeit." Die deutsche Familie unterstützt auch die Grundschule im Dorf. Urbanski verkleidet sich als Weihnachtsmann und verteilt Geschenke, die in Berlin gesammelt wurden.

Rund 10000 Kilometer von seiner Farm entfernt hat Urbanski immer noch viele Freunde. "Natürlich sind viele Kontakte eingeschlafen. Aber zu den Fußballkumpel von Union ist der kurze Draht immer bestehen geblieben." Erstaunlich. Denn Urbanski ist seit 1994 nicht in Deutschland gewesen. "Ich habe auch kein Heimweh." Nur wenn Union aufsteigen sollte, würde eine Welle Sehnsucht in sein Herz schlagen. "Beim ersten Bundesligaspiel in der Alten Försterei will ich unbedingt dabei sein."

Von Ronny Müller

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