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Hoffen auf einen mutigen Makangu

Fußball-Regionalligist Babelsberg 03 vor schweren Aufgaben Hoffen auf einen mutigen Makangu

Joaquin Rafael Makangu muss es nochmal machen. Die Babelsberger könnten noch einen Coup des Stürmers gebrauchen wie gegen den 1.FC Lok Leipzig. Es stehen zwei große Herausforderungen bevor: Am Sonntag muss die Elf um 13.30 Uhr im Parkstadion beim Spitzenreiter TSG Neustrelitz antreten. Am Mittwoch geht es fast schon um die Existenz.

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Hofft auf seinen Durchbruch beim SV Babelsberg 03: Stürmer Joaquin Rafael Makangu.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. In die Saisonbilanz des SV Babelsberg 03 könnte er als der Spieler eingehen, der dem Fußball-Regionalligisten die Klasse erhalten hat. Ausgerechnet der eingewechselte Joaquin Rafael Makangu schoss im Nachholspiel beim 1.FC Lok Leipzig den 1:0-Sieg heraus. Der Verlierer kam dem Abstiegssog näher, die "Filmstädter" landeten im fast sicheren Hafen.

Solch einen Coup könnten die Babelsberger wieder brauchen, denn jetzt stehen zwei große Herausforderungen bevor. Am Sonntag muss die Elf um 13.30 Uhr im Parkstadion beim Spitzenreiter TSG Neustrelitz antreten. Am Mittwoch geht es fast schon um die Existenz. Dann empfängt Germania Schöneiche, Tabellendritter der Brandenburgliga, um 17.30 Uhr die Efe-Schützlinge im Halbfinale des Landespokals. Die andere Partie bestreiten der Eisenhüttenstädter FC Stahl und der FSV Optik Rathenow. In Babelsberg wurde der Gewinn des Landespokals auch aus finanziellen Gründen schon zu Saisonbeginn zur Pflicht erklärt. Es winken 120.000 Euro.

Für das Meistern der kommenden Aufgaben könnte der SVB einen Vollblutstürmer Makangu gebrauchen. In Leipzig schoss der Angolaner erst sein zweites Saisontor, nachdem er beim 2:5 bei Hertha BSC II erfolgreich war. "Ich arbeite daran, meine Spielweise zu ändern, offensiver zu denken und zielstrebiger zu werden", sagt der Mann, der noch nie in der Heimat seiner Eltern war. Berlin ist die Geburtsstadt des 23-Jährigen, dem als ganz junger Kicker eine große Karriere prophezeit wurde. Makangu bringt viele Vorzüge mit: Er behauptet den Ball gut, ist zweikampfstark, wirkt bei 1,80 Meter Körpergröße mit 83 Kilogramm wie ein Kraftpaket und weist eine solide Technik nach. Nur geht bei ihm zu selten die Post ab. "Ich ackere viel, muss defensiv viel leisten, und dann fehlt mir die Kraft für einen Sturmlauf", bedauert er die magere Torbilanz. "Rafael benötigt noch Zeit. Er ist ein Teamspieler", sagt Trainer Cem Efe. "Ihm fehlt der Mut, nach vorn Power zu entwickeln."

Efe gilt als sein Fußball-Vater, der ihn drei Jahre bei Hertha Zehlendorf trainierte. Makangu war als 16-Jähriger von Hertha BSC zur "kleinen" Hertha zurückgekehrt. In seinem zweiten Männerjahr trumpfte der Angreifer unter Efe auf. In der Saison 2011/12 wurde Makangu mit 23 Toren Vize-Torschützenkönig der Berlin-Liga. Doch nachdem er Zehlendorf verlassen hatte und jeweils ein halbes Jahr beim Berliner AK und Viktoria 89 anheuerte, wurde er nicht mehr glücklich. "Ich kam nur sporadisch zum Einsatz", erklärt er. Den Traum vom Profi-Fußballer hat er nicht aufgegeben. "Als Stürmer kann es schnell gehen, dass du nach oben kommst", macht er sich Mut. Mut braucht auch seine Mannschaft in Neustrelitz, wo es knistert. Die Bekanntgabe der Wechselabsichten von Neustrelitz-Trainer Thomas Brdaric könnte beim ambitionierten Verein für ein Nachbeben sorgen. Brdaric war am Dienstag in Magdeburg gesehen worden, wo der Regionalligist zur nächsten Saison einen neuen Trainer sucht. Die Babelsberger machen sich dennoch auf einen heißen Sonntag gefasst: "Das wird ähnlich schwer wie beim 0:2 in Jena", prophezeit Efe. "Alle Spiele, die jetzt kommen, sind wichtig", sagt der Coach, "aber noch wichtiger ist der Landespokal. Wir hoffen, beim Spitzenreiter verletzungsfrei rauszukommen." Während Lucas Albrecht in Mecklenburg wieder mitwirken kann, bleibt Enes Uzun (Achillessehne) ein Verletzungsfall.

Von Detlef Braune

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