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Koc feiert Startelf-Debüt

für den SC Paderborn Koc feiert Startelf-Debüt

Berlin‒ Der Spielberichtsbogen der Fußball-Zweitligapartie Union Berlin gegen den SC Paderborn bot dem Betrachter eine Überraschung. Süleyman Koc stand dort als Sturmspitze gelistet, es war der erste Startelfeinsatz des 24-Jährigen, nachdem er in der Winterpause von Regionalligist SV Babelsberg 03 zu den Ostwestfalen gewechselt war.

"Er ist ein toller Junge, der immer Gas gibt. Deshalb hat er sich genau dieses Spiel in Berlin von Anfang an verdient", sagte Paderborns Trainer André Breitenreiter und ergänzte: "Bei uns zählt auch die menschliche Komponente. Es war sein erstes Spiel von Beginn an in der 2.Liga in seiner Heimatstadt, wo er allen zeigen kann, dass er auf dem richtigen Weg ist."

Von diesem war er 2011 abgekommen, als er wegen der Teilnahme an Raubüberfällen auf Spielkasinos zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Bei den Babelsbergern fasste er in der Saison 2012/2013 wieder Fuß, auch wenn am Ende der Abstieg aus der 3.Liga stand. In der Regionalliga-Hinrunde erzielte Koc acht Treffer und wechselte im Januar nach Paderborn. "Ich hoffe, dass ich das Vertrauen gut zurückgezahlt habe", sagte er.

Das tat der Stürmer, immer wieder wirbelte er die Abwehr der Eisernen durcheinander. "Mit Süle hatten wir einen konterstarken Stürmer vorne drin", sagte Paderborn-Kapitän Uwe Hünemeier. Der Ex-Cottbuser hatte in der 90.Minute ‒ auf Vorlage von Koc ‒ den 1:1 (0:0)-Endstand für den Tabellendritten erzielt. "Es fühlt sich gut an, in der letzten Minute noch den Ausgleich zu schießen und mit einem lachenden Gesicht nach hause zu fahren", so Koc.

Er grämte sich allerdings über seine vergebenen Chancen, "ich hätte zwei Tore machen müssen". Doch er scheiterte freistehend am starken Union-Keeper Daniel Haas. "Ich denke, er hat für sein Debüt wirklich ein tolles Spiel gemacht und wir können wirklich sehr glücklich über seine Leistung und seine Perspektive sein", sagte Breitenreiter. Die heißt im günstigsten Fall sogar Aufstieg in die Bundesliga.

Von Stephan Henke

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