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Meister des Handwerks Ausbildung ist wieder attraktiv
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00:02 30.03.2019
Fachkräfte müssen ausgebildet werden. Quelle: Stephanie Pilick/dpa
Potsdam

Die Berufsausbildung in Handwerksbetrieben, anderen Unternehmen und Behörden wird offenbar für junge Menschen wieder attraktiver. Das geht aus aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit hervor. Während im Ausbildungsjahr 2014/2015 insgesamt rund 9600 betriebliche Ausbildungsverträge in Brandenburg registriert wurden, waren es 2017/2018 knapp 10 100. Auch die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen stieg von knapp 12 700 auf mehr als 13 800.

Aktuell sind etwa in der Ausbildungsbörse auf der Webseite der Handwerkskammer Potsdam (HWK) für Westbrandenburg 769 freie Lehrstellen in 62 Ausbildungsberufen vom Augenoptiker bis zum Zweiradmechaniker gelistet. Die meisten offenen Stellen in den Ausbildungsberufen Kraftfahrzeugmechatroniker (107), Elektroniker/in (97) Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (79) angeboten werden.

„Es hat eine Konsolidierung gegeben“, bestätigt auch HWK-Lehrstellenberater Jörg Sydow den Landestrend.

Gleichzeitig ist auch die Zahl der Bewerber insgesamt gestiegen von rund 14 200 im Ausbildungsjahr 2014/2015 auf knapp 14 700 für 2017/18. Trotz des positiven Trends gibt es in der HWK Sorgen, gerade die kleineren Betriebe könnten sich angesichts immer noch nicht ausreichender Bewerberzahlen aus der Ausbildung zurückziehen. „Wir haben immer noch eine hohe Zahl an Lehrstellen, die wir nicht besetzen können“, so Sydow. Zudem werde auch der Wettbewerb um Bewerber immer schärfer. Hier hätten gerade kleinere Betriebe oft das Nachsehen. Aber es wachse die Einsicht, sich auch hier noch stärker engagieren zu müssen, sagt Sydow.

Das Verhältnis zwischen angebotenen Stellen und Bewerbern ist indes nach Angaben der Arbeitsagentur höchst unterschiedlich. Während etwa in der Landeshauptstadt sowie den Kreisen Potsdam-Mittelmark und Prignitz auf jeweils 100 Bewerber 2017/2018 zwischen 130 und 140 angebotene Stellen kamen, waren es etwa in Oberhavel nur 63.

Vor diesem Hintergrund setzt unter anderem auch die HWK darauf, die Mobilität von potenziellen Lehrlingen durch ein vergünstigtes Ausbildungsticket zu erhöhen. Die Landesregierung hatte sich im vergangenen Herbst bereits auf die Einführung einer solchen Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Brandenburg zum Preis von 365 Euro jährlich ab August geeinigt.

Unterschiede bei der betrieblichen Ausbildung gibt es nicht nur regional sondern auch bei den beruflichen Sparten. Während etwa derzeit in der HWK-Ausbildungsbörse die meisten offenen Stellen in den Ausbildungsberufen Kraftfahrzeugmechatroniker (107), Elektroniker/in (97) Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (79) angeboten werden, sind es im Friseur-Handwerk 44 und auch etwa beim Kaufmann für Büromanagement nur 27. Freie Stellen gibt es auch noch in den Gesundheitshandwerken wie Augenoptiker, Orthopädieschuhmacher, Hörakustiker, Zahntechniker. Ebenso werden in den Ernährungsberufen wie Bäcker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Fleischer, Konditor noch freie Plätze angeboten.

Ansprechpartner ist Jörg Sydow, Tel. 03320714211, E-Mail: joerg.sydow@hwkpotsdam.de

Von Gerald Dietz

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