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Meister des Handwerks Mit Porsche-Technik vertraut
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00:03 30.03.2019
Kfz-Meister Marcus Schmidt mit einem Porsche Macan auf der Hebebühne. Quelle: Jaqueline Steiner
Nauen

Auf der Hebebühne für die Achsvermessung hat Kraftfahrzeugtechnikermeister Marcus Schmidt aus Nauen (Havelland) an diesem Tag einen Porsche Macan. Das kommt in der kleinen typenoffenen Kfz-Werkstatt nicht alle Tage vor. Mit Porsche-Technik kennt sich der 25-Jährige dennoch hervorragend aus, denn er hat seine Ausbildung im Porsche-Zentrum Berlin gemacht. „Dort werden auch Motoren zerlegt und repariert“, berichtet er. Bei den hochpreisigen Modellen des schwäbischen Herstellers lohnen sich solche Arbeiten, die anderswo kaum vorkommen.

Trotzdem bedauert es Marcus Schmidt nicht, kurz nach seiner Ausbildung dem Porsche-Zentrum den Rücken gekehrt zu haben. Er hat eine Meisterausbildung absolviert und ist jetzt als Teilhaber in den Betrieb seines Stiefvaters eingestiegen. Zusätzlich zu den beiden Geschäftsführern gibt es zwei Beschäftigte – und zahlreiche Stammkunden, die seit Jahren mit ihrem Fahrzeug kommen.

Autos faszinieren den gebürtigen Nauener. Für Motoren und hohe Geschwindigkeiten konnte er sich früh begeistern. Schon als Zehnjähriger ist er bei Kartrennen angetreten, später auch bei der Deutschen Meisterschaft. Bis zu 50 Stundenkilometer erreichen die kleinen Flitzer. Heute ist gelegentlich bei Formel-1-Rennen als Zuschauer dabei. Selbst fährt er in der Freizeit gerne Fahrrad, geht ins Fitnessstudio oder zum Klettern und besitzt als eigenen Wagen ganz unspektakulär einen Skoda Fabia.

Seine Meisterausbildung hat Marcus Schmidt als Vollzeitkurs in Götz (Potsdam-Mittelmark) absolviert und ist sehr zufrieden. Vor allem in den Bereichen Buchhaltung und Betriebswirtschaft hat er vieles dazugelernt. „Ohne die Meisterschule wäre es gar nicht möglich, einen Betrieb zu führen“, sagt er. Ein paar Kniffe fehlten ihm sicher noch, räumt er ein. Aber noch hat er ja den Stiefvater als Seniorpartner. Wichtig war auch die Ausbilder-Eignungsprüfung. Praktikanten hat der kleine Betrieb immer mal wieder. Wenn alles stimmt, könnte sich der Jungmeister auch vorstellen, dass einer von ihnen seine Ausbildung dort absolviert. In der Meisterprüfung ging es für Marcus Schmidt vor allem um Fehlersuche. In einem Datenbus-System für die Übertragung zwischen verschiedenen elektronischen Komponenten war ein Fehler versteckt, der aufgespürt werden musste. Ein weiterer Fehler war an einem Motor zu entdecken.

Vor dem technischen Wandel hin zu elektrischen Antrieben hat Marcus Schmidt keine Angst. „Bei Porsche hatten wir regelmäßig Hybridfahrzeuge in der Werkstatt“, erzählt er. Der Unterschied liegt vor allem darin, dass elektrische Arbeiten im Hochvoltbereich durchgeführt werden müssen. Bei einem Fehler könnte es zu einem tödlichen Stromschlag kommen. „Ich habe alle Scheine dafür“, sagt Schmidt. Auch in seiner Werkstatt in Nauen kann er mit Hybrid- oder reinen Elektrofahrzeugen umgehen. Prinzipiell ist die Arbeit einfacher, weil ein Elektromotor aus deutlich weniger Komponenten besteht. Einiges, was die Technik des Verbrennungsmotors komplex macht, vor allem die Abgasreinigung, fehlt ganz. Sollten künftig mehr Kunden mit Hybrid- oder Elektroautos kommen, ist Marcus Schmidt gerüstet. Emotional steht er der abgasfreien Variante des Autofahrens noch ein wenig zurückhaltend gegenüber. „Zumindest auf der Rennstrecke fehlt da etwas beim Sound“, sagt er. Er kann es beurteilen, denn Formel-E-Rennen mit schnellen Elektroflitzern hat er sich auch schon angesehen.

Von Ulrich Nettelstroth

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