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Brandenburg 116 Millionen Euro für den Staatssäckel
Brandenburg 116 Millionen Euro für den Staatssäckel
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20:27 26.02.2013
POTSDAM

. Gutes Geld machten die Vermarkter aber mit den Äckern, die in die Ausschreibung gingen. Durchschnittlich 9769 Euro kostete der Hektar Land. Im Jahr 2011 lag der Preis noch bei 8939 Euro.

Diese Preisentwicklung bereitet den Landwirten große Sorgen. Zumal nicht nur die Bodenpreise im Verkauf steigen. Im Sog der BVVG-Erlöse gehe auch „die Pacht in die Höhe“, sagt Holger Brantsch vom Landesbauernverband. Etwa 75 Prozent der Flächen, die die märkischen Bauern bewirtschaften, sind gepachtetes Land. Der Pachtzins für BVVG-Flächen stieg von 208 Euro je Hektar im Jahr 2011 auf nunmehr 226 Euro je Hektar und Jahr. Und auch für Landverkäufe unter Privatpersonen setzten die BVVG-Preise die Maßstäbe, erklärt Brantsch. Es wird schlichtweg teurer.

Die BVVG ist für die Privatisierung der ehemals volkseigenen Äcker und Wälder im Osten Deutschlands zuständig. Im vergangenen Jahr erzielte sie allein in Brandenburg Erlöse von 116 Millionen Euro. Das ist zwar etwas weniger als 2011 (127 Millionen Euro), aber für die Privatisierer ist dieses Geschäftsjahr trotzdem „erfolgreich“, hieß es gestern in Berlin. Verkauft wurden auch etwas mehr als 5000 Hektar Wald.

Die Äcker im Verkauf waren nach Angaben der Bodenprivatisierer durchschnittlich 12,5 Hektar groß. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 11,6 Hektar. Solche Größenordnungen sind laut BVVG für Investoren uninteressant. Sie reagiert damit auf Kritik märkischer Bauern, die einen Ausverkauf der Äcker an auswärtige Kapitalgeber befürchten. Im Normalfall seien die am Stück verkauften Felder nicht größer als 50 Hektar, erklärte Constanze Fiedler von der BVVG. Ausgeschrieben würden auch Äcker mit einer Fläche von weniger als einem Hektar. Nach Angaben der Behörde gaben je Ausschreibungslos etwa drei Interessenten ihre Gebote ab. Das Gros der Flächen ging an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe.

Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg, kritisiert die „permanente Wiederholung“ des Durchschnittswertes der Ackergröße als „Täuschung der Öffentlichkeit“. Diese Zahl sage nichts darüber aus, wie viel Prozent der Fläche in Verkäufen oberhalb dieses Wertes „versilbert werden“.

Aktuell haben die Bodenvermarkter in Brandenburg noch fast 100 000 Hektar Agrar- und Waldflächen im Bestand. Für das laufende Jahr sind Erlöse von knapp 100 Millionen Euro geplant. Gut 9000 Hektar Agrarland sollen veräußert werden. (so)

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