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Brandenburg 30 Jahre Grenzöffnung: Wer war in Ungarn dabei?
Brandenburg 30 Jahre Grenzöffnung: Wer war in Ungarn dabei?
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19:15 26.06.2019
27. Juni 1989: Die Außenminister Ungarns, Gyula Horn (r.), und Österreichs, Alois Mock (l), durchtrennen ein Stück des „Eisernen Vorhang“. Quelle:  
Potsdam

Vor 30 Jahren ging ein Bild um die Welt: Zwei Männer im Anzug machen sich mit Bolzenschneidern an einem Stacheldraht zu schaffen. Die Außenminister Alois Mock aus Wien und Gyula Horn aus Budapest wollen am 27. Juni 1989 an der österreichisch-ungarischen Grenze ein Signal setzen: Die Teilung Europas sollte ein Ende haben.

Dabei hatte die ungarische Regierung bereits Anfang Mai mit der Demontage des Grenzsignalzauns zu Österreich begonnen. Der Fototermin im Juni war vielmehr eine symbolische Aktion, die jedoch Folgen hatte. Das Bild vom Loch im „Eisernen Vorhang“ ging um die Welt. Viele DDR-Bürger machten sich daraufhin auf den Weg nach Ungarn, in der Hoffnung, über die nunmehr offene Grenze fliehen zu können. Doch die wurde vorerst weiter von den Grenztruppen bewacht.

Erst am 19. August beim sogenannten Paneuropäischen Picknick von Sopron, einer Friedensdemonstration, gelang mehreren Hundert DDR-Bürgern die Flucht. Am 11. September öffnete Ungarn dann offiziell die Grenze zu Österreich. Allein in den ersten drei Tagen nutzten rund 15. 000 Menschen den Weg gen Westen.

Zeitzeugen gesucht

Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Sind Familienmitglieder, Kollegen, Freunde oder Sie selbst im Sommer und Herbst 1989 in den Westen geflüchtet? Haben Sie sich bewusst dagegen entschieden? Waren Sie beim Paneuropäischen Picknick von Sopron oder in der Prager Botschaft dabei? Wie war es damals in den Betrieben oder Klassenzimmern, als plötzlich Kollegen oder Schüler fehlten? Besitzen Sie Fotos und Erinnerungen an diese Zeit, die Sie mit anderen teilen möchten?

Dann melden Sie sich gerne bei uns. Die MAZ sucht Brandenburger mit ihren persönlichen Wendegeschichten. Schicken Sie uns einfach eine Email an: leserbriefe@maz-online.de mit dem Stichwort „1989“ oder schreiben Sie an:

Märkische Allgemeine ZeitungStichwort „1989“Friedrich-Engels-Straße 2414473 Potsdam

Hinweis: Mit der Zusendung von Fotos erklären Sie sich zur Veröffentlichung bereit.

Von Torsten Gellner

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