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Brandenburg 32 Millionen Euro für Film- und Serienproduktionen
Brandenburg 32 Millionen Euro für Film- und Serienproduktionen
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18:25 22.08.2017
Filmdreh für „Bibi und Tina“ 2016 in Brandenburg. Quelle: Andreas Schlieter
Berlin

Steigende Umsätze, Rekordzahl bei Drehtagen und jede Menge erfolgreiche Kino- und Serienproduktionen – für die Filmbranche in Berlin-Brandenburg gab es im vorigen Jahr wenig Grund zum Klagen. Entsprechend wohl gestimmt blickte die Förderanstalt beider Länder, das Medienboard, am Dienstag zurück. Im Fördertopf 2016 waren 32 Millionen Euro, aus dem 336 Projekte für Filme, Serien und Games unterstützt wurden. Es seien Ausgaben von mehr als 150 Millionen Euro angeschoben worden. Das sei eine Steigerung um 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, sagte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus. 5000 Drehtage bedeuten zugleich 300 Tage mehr als 2015.

Doch in die positive Bilanz mischten sich auch Sorgen um den Filmstandort Berlin-Brandenburg. Der Aufsichtsratschef des Medienboards, Berlins Senatskanzleichef Björn Böhning (SPD) sagte, die Region sei auf einem guten Wege, es gebe aber „Gefahren am Horizont“. Die internationale Konkurrenz sei sehr groß, viele europäische Standorte seien in die Filmförderung eingestiegen. Die „Fördersystematik“ in Deutschland sei ein Standortnachteil. „Darauf müssen wir gewappnet sein.“ Medienboard-Chefin Niehuus sagte, es sei gut, dass der Deutsche Filmförderfonds um 75 Millionen Euro aufgestockt worden sei. „Der bezieht sich aber nur auf das Kino.“ Sie forderte ein ganzheitliches Konzept für die Filmwirtschaft und für die Bewegtbildwirtschaft. Es dürfe bei der Förderung auch nicht mehr zwischen aufwendigen Netflix- oder Amazon-Fernsehserien und dem großen Kinofilm unterschieden werden. „Wir müssen Sorge tragen, dass alle diese Kanäle bedient werden können.“

Zu den Vorzeigeprojekten im vorigen Jahr gehörte der vierte „Bibi und Tina“-Film von Regisseur Detlev Buck, der mit der Fortsetzung des Mädchen-Pferde-Abenteuers nach Brandenburg zurückkehrte. Mit mehr als 1,6 Millionen Besuchern ist der Streifen die bisher erfolgreichste deutsche Kinoproduktion des Jahres. Auch Wim Wenders inszenierte seinen neuen Film „Submergence“ zum Teil im Studio Babelsberg. Der Romantik-Thriller feiert Anfang September beim Filmfestival in Toronto Premiere. Zu den geförderten Serien gehören zwei mit Spannung erwartete Produktionen des Privatsenders Sky: das 20er-Jahre-Epos „Babylon Berlin“ von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries sowie der Endzeit-Mehrteiler „Acht Tage“ mit Mark Waschke, Christiane Paul, Fabian Hinrichs und Henry Hübchen.

Von Igor Göldner

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