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Brandenburg 410.000 Besucher auf der Grünen Woche
Brandenburg 410.000 Besucher auf der Grünen Woche
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08:28 27.01.2014
Auf der Grünen Woche: Delikatessen aus dem Spreewald.
Auf der Grünen Woche: Delikatessen aus dem Spreewald. Quelle: dpa
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Berlin

Die Zahl der Besucher wurde am Sonntag noch einmal nach oben korrigiert – es sei am letzten Tag der Messe schon vormittags noch einmal richtig voll gewesen, sagte Messesprecher Wolfgang Rogall. "Wir sind sehr sehr zufrieden."

Das gelte auch für den Umsatz: Jeder Besucher gab für Speisen, Getränke und Bestellungen durchschnittlich 114 Euro auf der Messe aus, wie er schätzte. Der Umsatz der Aussteller belaufe sich auf insgesamt 47 Millionen Euro - das sei Rekord, sagte Rogall.

Herzhafte Würste und Schinken, Kuchen, Bier, Säfte und Wein:  An knapp 80 Ständen stellen märkische Agrar- und Lebensmittelbetriebe bei der Grünen Woche ihre Produkte vor.

Auch Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einem Erfolg der Messe. "Sie hat sich zu einer internationalen agrarpolitischen Diskussionsplattform entwickelt." In diesem Jahr sind 1650 Aussteller aus der Rekordzahl von 70 Ländern auf der weltgrößten Agrarmesse präsent.

Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte, die Messe habe den Kunden einen Eindruck von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie vermittelt. Er hob das "Regionalfenster" als Kennzeichen für regional erzeugte Lebensmittel hervor, dass zur Grünen Woche im Handel startete. "Wer informiert ist, kann eigenverantwortlich entscheiden und damit auch den Markt beeinflussen - denn der Kunde ist König." Friedrich hatte den Bauern bei seiner ersten Grünen Woche als Agrarminister versichert, sie könnten stolz auf ihre Leistung sein.

Die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald spielen bei der Grünen Woche in Berlin eine wichtige Rolle. In der Brandenburg-Halle nehmen sie einen großen Teil ein. Die MAZ hat sich auf der Ernährungsmesse umgeschaut und mit den Ausstellern aus der Region gesprochen.

Parallel zur Messe hatten am vergangenen Samstag aber auch mehrere zehntausend Menschen in Berlin dafür demonstriert, dass Bauern und Ernährungsindustrie Tiere und Klima besser schützen. In den Folgetagen kam es unabhängig davon auf dem Messegelände zu kleineren Protestaktionen der neuen Initiative "Grüne Woche demaskieren". Sie wirft der modernen Landwirtschaft vor, Menschen, Tiere und Umwelt auszubeuten.

Die Halle 21a zu den zu den beliebtesten Ausstellungsräumen. Manche halten die Brandenburghalle gar für die schönste auf der weltgrößten Agrar- und Lebensmittelmesse. Die aufeinander abgestimmten Stände versprühen einen gemütlichen Marktcharme.  Und so ist es kein Wunder, dass sich schon kurz nach 10 Uhr die Besucher drängeln sich. Es geht um die Wurst, zum Beispiel Salami mit Kümmel mit extra hohem Rindfleischanteil. Das Fleisch kommt vom Vieh, das in Großmutz auf der Weide steht. Aber es gibt auch viele, viele andere Leckereien.

Bauernpräsident Rukwied lehnte einen Dialog mit diesem Teil der Kritiker, etwa über Tierhaltung, ab. "Es gibt Gruppen, die das per se nicht wollen, und mit denen über eine weitere Verbesserung der Nutztierhaltung zu sprechen, macht einfach keinen Sinn", sagte Rukwied. Mit Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der auch zu der Großdemonstration aufgerufen hatte, wolle er aber wie bisher im Gespräch bleiben, versicherte der Bauernpräsident.

dpa

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