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Brandenburg 43 Einsätze pro Tag: Feuerwehr muss wegen Pflegenotstand einspringen
Brandenburg 43 Einsätze pro Tag: Feuerwehr muss wegen Pflegenotstand einspringen
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08:41 28.01.2020
Weil Pflegeheime in der Hauptstadt dünn besetzt sind, muss die Berliner Feuerwehr immer wieder zur Hilfe eilen. Viele der Einsätze sind aus Sicht der Feuerwehrleute vermeidbar.
Weil Pflegeheime in der Hauptstadt dünn besetzt sind, muss die Berliner Feuerwehr immer wieder zur Hilfe eilen. Viele der Einsätze sind aus Sicht der Feuerwehrleute vermeidbar. Quelle: dpa
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Berlin

Noteinsatz im Pflegeheim: 15.675-mal ist die Berliner Feuerwehr nach eigenen Angaben zwischen September 2018 und August 2019 zu Hilfseinsätzen in Pflegeeinrichtungen der Hauptstadt gerufen worden, weil Pflegekräfte mit ihrer Arbeit überfordert waren. Das entspricht 43 Einsätzen pro Tag.

Oft ginge es bei den Einsätzen um ganz alltägliche Herausforderungen, wie der Notfallsanitäter Eric Menzlow dem rbb berichtet hat. Etwa um Patienten, die aus dem Bett gefallen sind und von den Pflegekräften nicht eigenständig dorthin zurück gehoben werden können. Manchmal seien die Angestellten mit der Masse ihrer Aufgaben aber auch schlicht überfordert, weil sie sich um zu viele Bewohner gleichzeitig kümmern müssen. Es fehlt an geschultem Fachpersonal.

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Feuerwehr muss Pflegeheime „kapern“

Die Feuerwehr hat jetzt eine Statistik zu ihren Einsätzen veröffentlicht. Häufig seien diese vermeidbar, wenn ausreichend Personal oder bessere Strukturen gäbe, so der Tenor. Allein ein Fünftel der Einsätze in Pflegeheimen entfällt auf Fälle, in denen Patienten gestürzt sind. Im schlimmsten Fall habe doie Feuerwehr einzelne Heime für Stunden kapern müssen, sagte Stefan Poloczek, ärztlicher Leiter des Berliner Rettungsdienstes, dem rbb.

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Von RND/lht