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Brandenburg 50.000 Testpatienten
Brandenburg 50.000 Testpatienten
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13:40 12.05.2013
Schachtelweise Pillen.
Schachtelweise Pillen. Quelle: Peter Geisler
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BERLIN

Demnach sollen in mehr als 50 Kliniken über 600 Medikamentenstudien in Auftrag gegeben worden sein. Mehr als 50 000 Menschen sollen als Testpatienten gedient haben - teils unwissentlich. Das steht laut des Berichts in Akten des DDR-Gesundheitsministeriums, der Stasi und des Instituts für Arzneimittelwesen der DDR.

Die Berliner Charité will die Medikamententests nun ganz genau erforschen. Idee des auf fast drei Jahre angelegten Forschungsprojekts sei es, alle Beteiligten - also auch die Medikamentenhersteller - einzubinden, sagte der Leiter des Charité-Instituts für Geschichte der Medizin, Volker Hess.

Die Stasi-Landesbeauftragten in Ostdeutschland hatten bereits Ende April eine umfassende Studie über Medikamententests westdeutscher Pharmafirmen in der DDR gefordert. Für einzelne Testreihen sollen viele hunderttausend D-Mark gezahlt worden sein.

„Wenn es stimmt, dass in Ostdeutschland mehr als 50 000 Menschen als Testpatienten missbraucht wurden, handelt es sich um einen der größten Medizinskandale der Nachkriegsgeschichte”, sagte Hubertus Knabe, der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. (dpa)

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