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Brandenburg 60 Bahnhöfen droht das Aus
Brandenburg 60 Bahnhöfen droht das Aus
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20:56 14.07.2013
Schlechte Aussichten für viele Bahnhaltestellen in Brandenburg. Quelle: Klaus Stark
Potsdam

Die Tage zahlreicher kleiner Bahnhöfe in Brandenburg sind gezählt. Insgesamt 60 wenig genutzte Stationen stehen derzeit unter Beobachtung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Wenn alle Bemühungen dort scheiterten, die Fahrgastzahlen zu steigern, komme man bei manchen um „Abbestellungen nicht umhin“, räumte VBB-Chef Hans-Werner Franz ein.

Sämtliche Haltepunkte befinden sich auf einer Liste „nachfrageschwacher Stationen“ des Brandenburger Verkehrsministeriums. „Nachfrageschwach“ bedeutet, dass täglich weniger als 50 Fahrgäste ein- und aussteigen. Für zwölf der 60 Stationen besteht nach Unterlagen der Landesregierung direkter „Entscheidungsbedarf“. Betroffen sind etwa die Bahnhöfe in Klasdorf (Teltow-Fläming), Drahnsdorf, Walddrehna (Dahme-Spreewald) oder Hohenleipisch (Elbe-Elster) an der Regionalexpresslinie 3 StralsundElsterwerda. Entscheidungsbedarf gibt es auch für Schönow und Petershagen (Uckermark) an der Strecke Richtung Stettin, die ausgebaut werden soll. 2014 soll laut VBB jedoch noch kein Bahnhof stillgelegt werden.

Die bedrohten Bahnhöfe liegen alle an Strecken, die in absehbarer Zeit ausgebaut werden sollen. Zusätzliche Investitionen wegen der geringen Nutzung dort eher unwahrscheinlich.

Fahrgastverbände warnen vor einem Aus für die Stationen. „Was einmal abbestellt ist, kommt bestimmt nicht wieder“, so Matthias Gibtner von der Berliner Igeb. „Die Landesregierung ist verantwortlich, wenn es um den Erhalt der Mobilität geht“, mahnte der Brandenburger Landesvorsitzende des Bahnkundenverbandes Frank Böhnke. Man könne nicht „einfach nur nach Wirtschaftlichkeit entscheiden“.

Genau darum geht es aber. Das Verkehrsministerium listet derzeit die Kosten eines Erhalts der Bahnhöfe auf. Werden sie geschlossen, könnten mit dem Geld andere Angebote der Bahn bezahlt werden. Derzeit belaufen sich die jährlichen Gebühren, die das Land im Schnitt für einen der betroffenen Bahnhöfe an die zuständige Bahntochter Station & Service zahlt, auf etwa 50000 Euro. Hinzu komme etwa die gleiche Summe für den zusätzlichen Energieaufwand des Bremsens und wieder Anfahrens, heißt es im Landesnahverkehrsplan.
Im Brandenburger Verkehrsministerium sieht man die Rote Liste der Bahnhöfe vorrangig unter dem Gesichtspunkt der Qualitätsverbesserung. „Unser Ziel ist es, die Fahrgastzahlen zu steigern und einen attraktiven Nahverkehr anzubieten“, so Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Von Gerald Dietz

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