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Brandenburg Ärzte fordern Impfpflicht für Kita-Kinder
Brandenburg Ärzte fordern Impfpflicht für Kita-Kinder
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20:36 04.05.2014
Seit 2011 haben Masern-Erkrankungen in Brandenburg stark zugenommen. Eine Impfung kann davor schützen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand dpa
Potsdam

Märker sind vorbildlich beim Schutz gegen Masern: Neben Mecklenburg-Vorpommern ist Brandenburg das einzige Bundesland, das nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Impfquote erfüllt. Um die hochansteckende Krankheit auszurotten, müssen 95 Prozent der Kinder die zweite Masernimpfung erhalten haben. Im Bundesschnitt sind nur 92,4 Prozent geimpft.

Im Berliner Speckgürtel mit vielen Zugezogenen gibt es nach Beobachtung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) aber noch zahlreiche Impfgegner. Aus Angst vor Nebenwirkungen oder Überzeugung verweigerten vor allem Eltern in Falkensee (Havelland), Kleinmachnow und Teltow (beide Potsdam-Mittelmark) den Pieks für ihr Kind, sagt die beratende Apothekerin der KVBB, Marianna Kaiser. Sie fordert deshalb eine Impfpflicht für Kita-Kinder: „Nur wer nachweisen kann, dass er gegen schwere ansteckende Krankheiten geschützt ist, sollte eine öffentliche Betreuungseinrichtung besuchen können.“ In der DDR war die Masernimpfung 1970 generell Pflicht.

„Viele Eltern sind sehr kritisch“, bestätigt Petra von Saurma, Kinderärztin in Kleinmachnow. „Masern, aber auch Mumps und Röteln sind aber gefährliche Krankheiten“, warnt sie. Die mit Fieber einhergehende Maserninfektion kann lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auslösen. Eltern müssten darüber aufgeklärt werden, um sie von der wichtigen Schutzspritze zu überzeugen. Die Furcht vor Impfschäden sei meist unbegründet.

Seit 2011 haben Masern-Erkrankungen in Brandenburg stark zugenommen. 2013 wurden 59 Fälle registriert, davon 16 bei Säuglingen und Kleinkindern. In diesem Jahr sind es bislang zwei Fälle.
„Wir appellieren immer wieder an Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen“, sagt der Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums Hans-Joachim Wersin-Sielaff. Eine Impfpflicht sei aber schwierig. Durch das 2008 eingeführte zentrale Einladungssystem in der Mark gingen inzwischen aber mehr Eltern mit ihren Kinder zu den Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt. Dabei werde auch der Impfstatus überprüft.

Doch nicht nur Kinder benötigen den Schutz. „Problematisch sind Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert-Koch-Instituts. 2013 war bundesweit mehr als die Hälfte der 1769 Masernpatienten älter als 15.

Von Marion Kaufmann

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