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Brandenburg Airlines scheitern mit Veto gegen BER-Südbahn
Brandenburg Airlines scheitern mit Veto gegen BER-Südbahn
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11:38 31.03.2015
Das Veto der Airlines gegen den Südbahnbetrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg ist gescheitert. Quelle: dpa
Schönefeld,

Mehrere Fluggesellschaften sind mit ihrem Versuch gescheitert, die ab Mai geplante Freigabe der BER-Südbahn doch noch zu verhindern. Die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg hat die Widersprüche von drei Airlines als unbegründet abgelehnt, teilte das Infrastrukturministerium auf MAZ-Anfrage mit. Für die Airlines bedeutet es ab Mai, dass sie für sechs Monate deutlich längere Rollwege vom alten Schönefelder Flughafen bis zur Südpiste in Kauf nehmen müssen.

Anwohner müssen auf Südpisten-Entscheidung noch warten

Mit den ebenfalls anhängigen Widersprüchen der Südbahn-Anwohner und Anrainerkommunen tut sich die Behörde offenbar schwerer. Darüber sei noch nicht entschieden, hieß es. Wann entschieden werde, sei noch offen. Hintergrund der Klagen: Die Luftfahrtbehörde habe die temporäre Betriebserlaubnis für die Piste erteilt, obwohl die Schallschutzauflagen nicht erfüllt seien. Nicht einmal 90 Prozent der betroffenen Wohngebäude im Einzugsgebiet der Südbahn seien zuletzt mit Schutzfenstern, Dämmplatten und Lüftern versehen.

Trotz Schallschutzbedenken Nutzungsfreigabe seit Dezember

„Auch wenn der BER nur teilweise in Betrieb gehen soll, dürfen die Menschen hierdurch nicht schutzlos Lärmbelastungen ausgesetzt zu werden, die der Planfeststellungsbeschluss als unzumutbar ansieht“, hatte der Anwohneranwalt Wolfgang Baumann die Einwände begründet. Von der neuen Schönefelder Südbahn sollen von Mai an für ein halbes Jahr Flugzeuge abheben, während die Jahrzehnte alte Nordbahn, die derzeit noch zum alten Schönefelder Flughafen gehört, saniert wird. Die Luftfahrtbehörde hatte im Dezember die Nutzungsfreigabe für die Piste erteilt. Dem Anspruch der Anwohner auf Schallschutz sei zum großen Teil Rechnung getragen, weil dem größten Teil der Schallschutz von der Flughafengesellschaft zumindest bewilligt worden sei, hieß es zur Begründung. Ob die Anwohner den Schallschutz auch einbauen lassen, liege nicht mehr in der Verantwortung des Flughafens.

Das sehen die Anwohner-Anwälte anders: „Schallschutz auf dem Papier ist kein Schutz“, sagte Anwältin Franziska Heß. Die meisten Anwohner zögern trotz Bewilligung noch damit, Handwerker mit dem Einbau von Schutzfenstern zu beauftragen. Die Kläger fordern einen Stopp der Pistenfreigabe oder eine Entschädigung.

Von Torsten Gellner

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