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Brandenburg „An die Schönheit aus der Marketing-Klausur“
Brandenburg „An die Schönheit aus der Marketing-Klausur“
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20:30 27.02.2013
POTSDAM

Doch was, wenn der Traumtyp oder die Traumfrau schon verschwunden ist, bevor man sich getraut hat, ihn oder sie anzusprechen?

Dafür gibt es jetzt „Spotted“ (von Englisch: to spot = entdecken) oder „Bibflirt“. Internetseiten, auf denen Studenten ihre Flirtbotschaften anonym posten können, am besten mit genauer Beschreibung des Schwarms sowie Ort und Uhrzeit der verpassten Gelegenheit. Ein Student der Uni Potsdam etwa sendet eine Nachricht „an die junge Latina, die mir die Strafrechtsklausur AT 1 versaut hat; Ich wäre fast vom Stuhl gefallen, als ich die Kniestrümpfe und das türkise Shirt gesehen hab!“ Ein anderer sucht die „braunhaarige Schönheit aus der heutigen Marketing-Klausur“, nur ihr habe er seine „mangelnde Konzentration“ zu verdanken.

Andreas Marquard hat die Spotted-Seite für die Uni Potsdam im sozialen Netzwerk Facebook Anfang des Jahres gegründet. Der Hochschulalltag sei häufig stressig, sagt Marquard. „Da verpasst man oft Gelegenheiten und will sie zurückhaben.“ Spotted gibt einem die Chance dazu. Das zweite große Plus: Weil der Annäherungsversuch anonym bleibt, riskiert man keinen peinlichen Korb.

Das Problem: Auf Facebook können Suchende und Gesuchte nicht direkt miteinander in Kontakt treten. Studenten der Uni Heidelberg haben deshalb „Bibflirt“ ins Leben gerufen, eine Internetseite, die zwar mit Facebook verlinkt ist, aber eine weitere, wichtige Funktion bietet. Wer sich angesprochen fühlt, klickt auf den Button: „Volltreffer, das bin ich!“ und antwortet dem Schmachtenden.

Inzwischen gibt es für jede größere Uni-Stadt eine Spotted-Seite auf Facebook und die entsprechende Bibflirt-Seite, seit Kurzem auch eine Handy-App. Nik Myftari von der Uni Heidelberg und seine Kommilitonen wollen nichts weniger als „das Flirten an der Uni revolutionieren“. Der Erfolg spricht für sie: Mehr als 360 000 Besucher hatte Bibflirt laut Myftari schon, rund 3500 Flirtbotschaften wurden gesendet, jede dritte bis vierte wird beantwortet. Was danach daraus wird, wissen die Betreiber jedoch nicht. Geld wirft die Kuppelei bislang auch noch nicht ab.

Datenschützer beobachten den Trend kritisch. Persönlichkeitsrechte könnten verletzt werden, wenn Namen oder zu genaue Beschreibungen der Gesuchten veröffentlicht würden, erklärt die Brandenburger Landesbeauftragte für Datenschutz, Dagmar Hartge. Die Betreiber versichern jedoch: Alle Botschaften würden auf derartige Verstöße geprüft. Den Kupplern bereitet das Ganze deshalb auch gehörig Arbeit.

Der Potsdamer Administrator, Andreas Marquard, ist froh, dass sie für ihn etwas geringer geworden ist, seit die Bibflirt-Betreiber seine Seite angedockt haben. Nach vielen Wochen im Dienste der Liebe muss er sich jetzt wieder mal auf seine Klausuren konzentrieren. (Von Angelika Pentsi)

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