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Brandenburg Angeschossener Wolf wurde eingeschläfert
Brandenburg Angeschossener Wolf wurde eingeschläfert
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20:28 06.10.2014
Wieder ist in Brandenburg ein Wolf angegriffen worden. Quelle: Patrick Pleul
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Cammer

Wenige Wochen nach einer martialischen Hinrichtung ist es in Brandenburg erneut zu Schüssen auf einen Wolf gekommen. In Cammer (Potsdam-Mittelmark) musste eine etwa fünf Monate alte Fähe eingeschläfert werden, nachdem das angeschossene Jungtier von einer Erntemaschine überrollt worden war.

Eine Obduktion im Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ergab eine zwei Wochen alte Schusswunde an den Hinterläufen. Wie der Landesjagdverband Brandenburg am Montag mitteilte, war das schwer verletzte Tier bereits am 14. September gefunden und noch vor Ort eingeschläfert worden.

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Der Landesjagdverband verurteilte den erneuten Verstoß gegen den Artenschutz scharf und erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. „Ich bin tief enttäuscht, dass in unserem Bundesland schon wieder illegal auf einen Wolf geschossen wurde“, erklärte Präsidiumsmitglied Robert Franck.

Erst Mitte August hatte ein erschossener und geköpfter Wolf unter Umweltverbänden Bestürzung ausgelöst. Untersuchungen ergaben, dass der Kopf des zwei bis drei Jahre alten Rüden professionell abgetrennt wurde. Der Kadaver war bei Lieberose (Dahme-Spreewald) nahe eines Naturschutzschildes gefunden worden, was Wolfsexperten als gezielte Provokation bewerteten. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei.

Wölfe stehen unter strengem Artenschutz. Auf Wilderei stehen empfindliche Strafen. Dennoch wurden laut Landesumweltamt in Brandenburg seit der Wende sechs Tiere erschossen. In der Mark sollen mehr als 100 Wölfe in zwölf Rudeln leben.

Von Bastian Pauly

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