Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Anschlag in Nauen: 3. Verdächtiger in Haft
Brandenburg Anschlag in Nauen: 3. Verdächtiger in Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 23.03.2016
Die geplante Notunterkunft für Flüchtlinge wurde gezielt in Brand gesetzt. Sie konnte nicht mehr gerettet werden.
Die geplante Notunterkunft für Flüchtlinge wurde gezielt in Brand gesetzt. Sie konnte nicht mehr gerettet werden. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Nauen

In dem Ermittlungsverfahren zur fremdenfeindlichen Anschlagsserie in Nauen (Havelland) ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag ein weiterer 26 Jahre alter Verdächtiger verhaftet worden. Er wird beschuldigt, an dem Brandanschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Nauen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Nun sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Mann hat in seiner Vernehmung bereits zugegeben, an der Brandstiftung in einer Turnhalle in Nauen Ende August 2015 mitgewirkt zu haben. Ob er ein umfassendes Geständnis abgegeben und weitere Täter belastet hat, wollte die Staatsanwaltschaft nicht beantworten.

Die Täter leiteten sogar Gas in die Halle, bevor sie das Feuer entfachten. Quelle: Julian Stähle

Erst am vergangenen Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl erweitert. Die Behörden fanden neue Beweise, die laut Staatsanwaltschaft klar Verbindung zum Turnhallenbrand herstellen. Der mutwillig gelegte Brand an der Turnhalle des örtlichen Oberstufenzentrums, die als Asyl-Notunterkunft genutzt werden sollte, geht demnach ebenfalls mutmaßlich auf das Konto des NPD-Kommunalpolitikers Maik Schneider aus Nauen und seinen Komplizen Dennis W.

Von der Turnhalle blieben nur Trümmer übrig. Quelle: dpa-Zentralbild

Zunächst hatte man sie wegen des fremdenfeindlichen Brandanschlags auf ein polnisches Fahrzeug in der 17.000-Einwohner-Stadt Nauen verhaftet. Sie sitzen bereits seit Anfang März in Untersuchungshaft. Anders als der 26-Jährige, der am Montag verhaftet wurde, schweigen sie laut Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin zu den Taten.

Unterdessen sucht die Polizei Brandenburg auf ihrer Facebook-Seite weiterhin nach Zeugen. Hinweise können mit bis zu 20000 Euro belohnt werden.

Von MAZonline

Brandenburg Brandenburg setzt auf Bodenhaltung - Nur in jedem 8. Ei ist Öko mit dabei
23.03.2016
23.03.2016