Arbeiten, wenn andere schlafen: Drei MAZ-Zusteller im Porträt
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Brandenburg Aufstehen und arbeiten, wenn andere schlafen: MAZ-Zusteller im Porträt
Brandenburg Aufstehen und arbeiten, wenn andere schlafen: MAZ-Zusteller im Porträt
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18:16 31.03.2020
MAZ-Zusteller Mario Zürch legt eine Zeitung in den Briefkasten. Quelle: André Großmann
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Potsdam

Von Neuruppin bis Königs Wusterhausen: Überall in Brandenburg stehen Frauen und Männer mitten in der Nacht auf, damit die Leserinnen und Leser ihre MAZ am Morgen in ihrem Briefkasten finden. In der Coronavirus-Krise ist ihre Arbeit wichtiger denn je. Wir stellen einige Zustellerinnen und Zusteller vor.

Mario Zürch (41, Bild oben) startet seine morgendliche Tour in Grüneiche, dann geht es über Golzow und Neuendorf (Potsdam-Mittelmark) nach Hohenstücken, einen Ortsteil von Brandenburg/Havel. Dabei fährt Zürch jeweils 82 Kilometer.

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Mario Zürich ist in Potsdam-Mittelmark unterwegs. Quelle: André Großmann

Seit gut zehn Jahren steckt Georg Hentschke die MAZ in Briefkästen in Buchow-Karpzow, Hoppenrade und in Teilen Wustermarks (Havelland). Ans frühe Aufstehen habe er sich längst gewöhnt, sagt der 70-Jährige. Als Zusteller zu arbeiten – dazu hatte sich der Priorter mit 60 entschlossen, um seine Rente aufzubessern.

Georg Hentschke bringt die MAZ in Priort (Havelland) Quelle: Jens Wegener

„Momentan macht es meine Arbeit leichter“, sagt Anika Dziewinski, die als Zeitungsbotin im Kreis Teltow-Fläming arbeitet, über die Coronavirus-Pandemie. „Die Straßen sind weitgehend leer.“ Gleichwohl sei der Kontakt zu den Abonnenten in den Zeiten der Krise weniger geworden: „Eine einzige Leserin empfängt mich im Moment schon früh um sechs an der Tür.“

Hygienehandschuhe und Desinfektionsspray sind in diesen Tagen immer dabei. „Auf dem Zeitungspapier haftet kein Virus“, weiß sie. „Aber ich berühre ja ständig Gartentore und Briefkästen.“

Anika Dziewinski ist MAZ-Zustellerin in Teltow-Fläming. Quelle: Privat

In Mittenwalde und Bestensee (Dahme-Spreewald) sind Heidemarie Tröster und Stefan Schmeckebier unterwegs und sorgen dafür, dass die MAZ immer pünktlich in den Briefkästen der Abonnenten landet. Die Corona-Krise macht für sie keinen Unterschied. Heidemarie Tröster ist schon seit 13 Jahren MAZ-Zustellerin, Stefan Schmeckebier seit ein paar Jahren. „Ich bin ein Nachtschwärmer. Das macht mir großen Spaß“, sagt er.

Heidemarie Tröster ist für die MAZ in Mittenwalde unterwegs. Quelle: Frank Pawlowski

Seit 2008 sorgt Sieglinde Bergemann zuverlässig dafür, dass die Abonnenten in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) pünktlich ihre Zeitung auf dem Frühstückstisch haben und mit neuen Informationen aus der umliegenden Region und der weiten Welt versorgt werden. „Es ist eine schöne Arbeit, man ist immer an der frischen Luft. Am schönsten ist es im Frühling, wenn die Linden wieder blühen“, sagt sie.

Sieglinde Bergemann, MAZ-Zustellerin aus Fehrbellin. Quelle: Cornelia Felsch

Wenn andere zu Bett gehen, steht sie auf: Jede Nacht fährt Severina-Judy Hauer einmal quer durch den Norden der Prignitz. Die 35-Jährige bringt die Märkische Allgemeine Zeitung in die Briefkästen der Leser – von Mertensdorf bis Freyenstein.

Von Mertensdorf bis Freyenstein – jede Nacht verteilt Severina-Judy Hauer rund 200 MAZ-Exemplare. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Mehr als 800 Exemplare der MAZ steckt Sabine Flamm jede Woche in die Briefkästen der Leegebrucher (Oberhavel). Ihr größter Widersacher: Regen. Doch auch der kann der 57-Jährigen nicht die gute Laune verderben.

Sabine Flamm ist immer mit einem Lächeln auf den Lippen unterwegs. Quelle: Enrico Kugler

Von MAZ online