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Brandenburg Arbeitslosigkeit in Brandenburg sinkt auf tiefsten Stand seit 1990
Brandenburg Arbeitslosigkeit in Brandenburg sinkt auf tiefsten Stand seit 1990
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11:54 30.10.2018
(Symbolbild) Quelle: dpa
Potsdam

In Brandenburg sind so wenige Menschen arbeitslos gemeldet wie seit 1990 nicht. Rund 77 200 Männer und Frauen waren im Oktober bei den Jobcentern registriert - etwa 1700 weniger als im September. „Die Zahl der Arbeitslosen ist die niedrigste seit der Deutschen Einheit“, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Im Vergleich zum vergangenen Herbst gibt es rund 7400 Arbeitslose weniger. In der Wirtschaft läuft es gut und Unternehmen suchen weiter Arbeitskräfte.

„Die Arbeitslosigkeit hat sich innerhalb von zehn Jahren halbiert“, sagte Direktionschef Bernd Becking laut Mitteilung. „Die regionalen Unterschiede sind allerdings immer noch beträchtlich.“ So ging die Arbeitslosenquote in Brandenburg insgesamt auf 5,8 Prozent zurück - das sind 0,6 Prozentpunkte weniger als im Oktober vor einem Jahr. Im Kreis Dahme-Spreewald liege die Arbeitslosenquote derzeit sogar bei nur noch 3,6 Prozent, erklärte Becking. In der Uckermark dagegen betrage sie mehr als 10 Prozent.

Arbeitsministerin besorgt über Langzeitarbeitslose

Von der guten Entwicklung würden noch lange nicht alle Brandenburger profitieren, sagte Arbeitsministerin Susanna Karawanskij (Linke). „Die Zahl der Langzeitarbeitslosen und auch von Alleinerziehenden kann uns nicht zufriedenstellen. Sorgen bereitet mir auch, dass im dritten Jahr in Folge, die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze weiterhin groß ist“, sagte sie. Es sei offenbar notwendig, „weitere Hebel in Bewegung zu setzen“.

Sie appellierte an junge Menschen, sich über die Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung zu informieren. „Brandenburg hat da einiges zu bieten, ob in mittelständischen Unternehmen oder im Handwerk.“ Kleinere Unternehmen könnten sich zusammenschließen und eine Verbundausbildung anbieten. Diese werde vom Land gefördert.

Nachfrage nach Ausbildung wächst

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam ist die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen offenbar größer als im Vorjahr. 2721 Ausbildungsverträge seien bisher unterschrieben worden, das seien 66 mehr als zum Ende des vergangenen Jahres. „Den größten Zuwachs haben wir auf dem Bau, in der Metalltechnik, im Einzelhandel sowie bei Verkehr und Transport“, sagte IHK-Präsident Peter Heydenbluth. Dennoch seien derzeit noch 600 freie Plätze über die IHK-Lehrstellenbörse im Angebot. Gesucht würden derzeit vor allem Tiefbaufacharbeiter, Köche, Hotelfachleute sowie Sport- und Fitnesskaufleute.

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) verwies darauf, dass die konjunkturellen Vorzeichen unsicherer geworden seien. „Vor allem in Brandenburg wird es für die Unternehmen immer schwieriger, neues Personal zu finden. Betroffen sind vor allem die Branchen Bau, Handel und Logistik. In Berlin sind vor allem Fachkräfte für wirtschaftsnahe Dienstleistungen gesucht“, sagte er.

Von MAZOnline

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