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Brandenburg Attacke gegen Ehemann: Versorgungsausgleich auf Hälfte gekürzt
Brandenburg Attacke gegen Ehemann: Versorgungsausgleich auf Hälfte gekürzt
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18:03 15.08.2019
Ein massiver körperlicher Angriff auf den Ehepartner kann auch Auswirkungen auf die Altersversorgung haben. Quelle: dpa/Volker Hartmann
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Brandenburg

Ein massiver körperlicher Angriff auf den Ehepartner kann auch Auswirkungen auf die Altersversorgung haben. Das erklärt die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Sie bezieht sich damit auf einen Fall vor dem Brandenburgischen Oberlandesgericht 2019, bei dem die Frau ihrem Mann eine ungeöffnete Sektflasche auf den Kopf geschlagen hatte.

Der Mann reichte die Scheidung ein. Das Amtsgericht entschied, dass es keinen Versorgungsausgleich geben würde. Dieser wäre grob unbillig, weil die Frau sich mit ihrer Attacke der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht habe. Dagegen wehrte sich die Frau. Sie wollte nicht einsehen, dass ihre Attacke so schwerwiegend war, dass der Versorgungsausgleich deswegen gestrichen würde.

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Kürzung des Versorgungsausgleichs

Mit teilweisem Erfolg. Das Oberlandesgericht kürzte den Versorgungsausgleich um die Hälfte. Es rechnete der Frau an, dass sie zwischen 1993 und 1999 Schwangerschaft, Mutterschutz und Kindererziehungszeiten durchlebte, in denen sie ihre Anrechte nicht durch Erwerbstätigkeit aufgewertet habe. Dagegen sei der Mann ungehindert durch Kinderbetreuung und andere familiäre Bedürftigkeit durchgängig einer Erwerbstätigkeit nachgegangen.

Von RND/dpa

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