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Brandenburg Attila Hildmann hilft – rebellischer Wirt aus Bayern lehnt dankend ab
Brandenburg

Attila Hildmann ruft zu Bistro-Öffnung auf - Wirt macht Rückzieher

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10:41 13.01.2021
Attila Hildmann wütet vor dem Berliner Reichstag Quelle: imago images/Klaus Martin Höfer
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Gmund

Ein Wirt aus Bayern hat die für Montag geplante demonstrative Öffnung seines Bistros („Das Beckers“) in Gmund am Tegernsee in letzter Minute abgesagt, und doch keine Gäste bewirtet. Den gegenwärtigen Lockdown hält er gleichwohl für „rechtswidrig“.

Wie merkur.de berichtet, war Hans Becker die Unterstützung aus der rechten Szene offenbar nicht geheuer. Sein prominentester Lautsprecher im Vorfeld der Aktion war der Brandenburger Vegankoch Attila Hildmann. Hildmann, gegen den die Berliner Staatsanwaltschaft wegen wiederholter rechtsextremer und antisemitischer Tiraden ermittelt, hatte auf dem Instagram-Account des Bistros zu Demonstrationen am Tegernsee aufgerufen.

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Den Account habe er inzwischen gelöscht, sagt Becker. Er wolle keine Randale, Sachschäden oder Verletzte riskieren – und schon gar keine Verbindung zu Menschen „mit solch verwirrten Ansichten“. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert ihn mit dem Satz: „Um Gotteswillen keine Reichsfahne vor unserem Café!“

Warum dem Wirt der Support des in der Corona-Leugner-Szene populären Hildmann unangenehm ist, erschließt sich allerdings nicht. Auch Becker bestritt dem Portal gegenüber, dass es eine Pandemie und daraus resultierend eine messbare Übersterblichkeit gibt. Er bezweifelt, das PCR-Tests aussagekräftig sind und nennt den Charité-Virologen Christian Drosten einen „Hochstapler“.

Laut merkur.de wurden Becker und seine Familie zudem von Befürwortern der Corona-Maßnahmen beschimpft und bedroht – auch das habe seinen Rückzieher mit veranlasst.

Von MAZonline