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Brandenburg Aufzuchtanlagen für innen und außen
Brandenburg Aufzuchtanlagen für innen und außen
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20:30 06.05.2013
EBERSWALDE/POTSDAM

Zwischen Elbe und Oder wurden 2012 27 Anlagen entdeckt. Darunter waren drei Innen-Großplantagen und eine Profi-Anlage. Unter freiem Himmel wurden insgesamt vier entdeckt. Zumeist handelt es sich um kleine Anlagen von bis zu 100 Pflanzen. In Profi-Plantagen stünden mehr als 1000, berichtete LKA-Sprecherin Karina Schulter.

Auch die Zahl sichergestellter Cannabis-Pflanzen ging zurück. Ermittler beschlagnahmten 3890 Stück, 55 Prozent weniger als 2011. Dies ist laut Schulter kein Widerspruch: 2011 hätten viele Profi-Anlagen ausgehoben werden können. Ein Jahr später waren es vor allem kleinere Plantagen, so dass weniger Cannabis-Pflanzen beschlagnahmt wurden.

Großplantagen werden dem LKA zufolge vor allem an abgelegenen Orten aufgebaut. So entdeckten Fahnder per Zufall einen oberirdischen Militärbunker auf einem stillgelegten Flugplatz. Dortwurde automatisch produziert. Den Strom für Halogenlampen und die Wasserversorgung Strom lieferte ein Generator. Kleinere Anpflanzungen sind nach Erkenntnissen der Ermittler vor allem für den Eigenkonsum bestimmt. Hierfür werde schon mal ein Balkon oder ein Gewächshaus umfunktioniert, sagte Schulter. Auch die Qualität ist erfahrungsgemäß höchst unterschiedlich. In „Selbstanbau-Produkten“ ist aus Expertensicht aber in jedem Fall so viel des Wirkstoffs THC, dass die Einnahme Rauschzustände hervorruft.

Cannabis-Produkte sind die weltweit am häufigsten konsumierten Drogen. Pflanzensamen besorgen sich die Produzenten nach LKA-Angaben entweder direkt aus Coffee-Shops in Holland oder über das Internet. Nach Polizei-Erkenntnissen spielten die in Plantagen erzeugten Produkte auf dem Drogenmarkt eine untergeordnete Rolle. Das Problem: Niemand weiß, welchen THC-Gehalt die Ware hat. Er könne zwischen 2 und 20 Prozent schwanken.

Es bestehe ganz klar eine Suchtgefährdung durch Cannabis, sagte der Rostocker Suchttherapeut Michael Köhnke. Knapp ein Prozent der Bevölkerung sei davon abhängig, von Alkohol drei bis vier Prozent. „Wir sehen zunehmend Patienten, die Cannabis als Zusatzdroge parallel zum Alkohol nehmen.“ Studien zufolge hat jeder dritte Jugendliche schon Kontakt mit Cannabis gehabt.

„Wenn man das regelmäßig Cannabis konsumiert, kann das ganz deutliche Auswirkungen auf die geistigen Fähigkeiten haben“, warnte Köhnke. (Von Georg-Stefan Russew)

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