Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Achtung, BVG-Streik am Montag: Das müssen Sie beachten
Brandenburg Achtung, BVG-Streik am Montag: Das müssen Sie beachten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 01.04.2019
Einfahrt einer U-Bahn in den Bahnhof am Potsdamer Platz Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

Die Berliner müssen beim nächsten BVG-Warnsteik am Montag mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Sämtliche U-Bahnen und Straßenbahnen wie auch die meisten Busse werden stillstehen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Freitag mitteilten. „Wir bedauern sehr, dass die Gewerkschaft Verdi den Tarifkonflikt erneut zu Lasten unserer Fahrgäste austrägt.“

Verdi hatte die Beschäftigten am Donnerstagabend zu einem ganztägigen Warnstreik an diesem Montag aufgerufen. Bei der BVG fahren nur die Fähren und Busse auf 30 Linien, wo Subunternehmer vor allem am Stadtrand unterwegs sind. Die S-Bahn und der Regionalverkehr sind vom Warnstreik nicht betroffen.

Mehr Betrieb auf der S5

Die S-Bahn will 80 zusätzliche Fahrten auf der S5 anbieten. Alle Reserven würden mobilisiert, Fahrgäste müssten aber mit vollen Zügen rechnen, hieß es. Zum Flughafen Tegel setzen die Betreiber von 5.00 Uhr an unregelmäßig sechs Pendelbusse vom S-Bahnhof Jungfernheide ein, der Airport ist ansonsten nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. „Sie sollten dennoch so früh anreisen, dass sie im Zweifel auch zu Fuß gehen können“, sagte ein Sprecher.

Die BVG ist aus Sicht des Fahrgastverbands Igeb nicht ausreichend auf solche Streiks vorbereitet. „Wir brauchen endlich für solche Fälle einen verbindlichen Notfahrplan, insbesondere für den abgehängten Stadtrand“, sagte der Vize-Vorsitzende Jens Wieseke. Die Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (Igeb), verlangt gesetzliche Vorgaben, damit in solchen Fällen Notfahrpläne garantiert sind, etwa für Fahrten zu Flughäfen, wichtigen S-Bahnhöfen und Krankenhäusern.

Schon der dritte Streiktag

Verdi will mit dem dritten und bisher härtesten Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um höhere Löhne und Gehälter zu erreichen. Verhandelt wird für 14 500 Beschäftigte der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport. Am Donnerstagnachmittag war eine weitere Verhandlungsrunde ergebnislos beendet worden. Die Arbeitgeber hatten darin angeboten, jährlich 90 Millionen Euro mehr für Lohn und Gehalt aufzuwenden. Das entspräche im Schnitt brutto 450 Euro mehr im Monat.

Verdi warf den Arbeitgebern vor, Nebelkerzen zu werfen. Mit den 90 Millionen seien die zusätzlichen Lohnkosten insgesamt gemeint, also einschließlich der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Zudem würden die Beschäftigtengruppen sehr unterschiedlich profitieren. Eine Spaltung der Belegschaft lehne die Gewerkschaft ab. „Im bundesweiten Vergleich liegen die Einkommen bei der BVG am Ende der Tabellen“, sagte Verhandlungsführer Jeremy Arndt.

Verdi und Beamtenbund fordern zudem bessere für alle Beschäftigten eine 36,5-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Derzeit muss knapp die Hälfte der BVG-Mitarbeiter (alle, die nach 2005 eingestellt wurden), 39 Wochenstunden leisten.

Der Kommunale Arbeitgeberverand nannte den neuerlichen Warnstreik „völlig unangemessen“. Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer sagte, das Angebot liege um ein Vielfaches über vergleichbaren Abschlüssen. Die landeseigene BVG ist Deutschlands größtes kommunales Nahverkehrsunternehmen. Täglich zählt sie rund 2,9 Millionen Fahrgäste.

Von MAZonline/dpa

Fußballvereine können an den Kosten von Polizeieinsätzen beteiligt werden. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sorgt in Brandenburg für Unruhe. Für die Vereine könnte es existenzbedrohend sein, fürchten sie. Das Innenministerium will das Urteil prüfen.

01.04.2019

Fahrer von Schummel-Dieseln müssen ihre Motorensoftware nachrüsten lassen. Tun sie es nicht, drohen Fahrverbote – dazu hat jetzt das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein Machtwort gesprochen.

29.03.2019

Wenn eine Airline pleite geht, werden viele Flüge umgebucht oder fallen aus. Auch die Reise eines Kleinmachnowers lief nach der Germania-Insolvenz anders als geplant. Er will nun Geld zurück – als Pauschalreisender ist das sein gutes Recht.

01.04.2019