Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Störungen im Regionalverkehr noch bis zum Nachmittag
Brandenburg Störungen im Regionalverkehr noch bis zum Nachmittag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:15 10.12.2018
Die Berliner S-Bahn fährt nur ein absolutes Notprogramm – die allermeisten Stationen werden gar nicht erst angefahren. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Berlin

Bahnreisende in Berlin und Brandenburg mussten am Montag viel Geduld mitbringen: Bei der Deutschen Bahn haben Beschäftigte bei einem bundesweiten Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Die Folge: Massive Zugausfälle und Verspätungen.

Die derzeitigen Auswirkungen des Streiks im Überblick

• Seit 9 Uhr ist der Ausstand offiziell beendet.

• Die Berliner S-Bahn versucht einen 20-Minuten-Takt auf allen Strecken herzustellen.

• Der Fernverkehr läuft bundesweit wieder an, ist aber weiterhin eingeschränkt.

• Regionalbahnen können teils deutlich verspätet sein.

Der Liveticker

  • Die Deutsche Bahn hat für Kunden eine kostenfreie telefonische Auskunft freigeschaltet. Betroffene Fahrgäste erreichen die Bahn-Hotline unter der Rufnummer 08000 - 99 66 33.Aktuelle Informationen finden Kunden der DB auch auf bahn.de/aktuell oder m.bahn.de.

  • 10.12.18 10:49
    Langsam normalisiert sich der Verkehr wieder. Auch der Anschluss zwischen S1 und S7 Richtung Potsdam in Wannsee klappt reibungslos. Bis die S-Bahnen und Regionalzüge in Berlin und Brandenburg wieder alle nach Plan fahren, wird es aber noch dauern. „Wir gehen davon aus, dass es bis zum Nachmittag dauert“, sagt ein Bahnsprecher. MAZ Online wünscht gute Fahrt!
  • 10.12.18 10:38
  • 10.12.18 10:28
    Auch das noch...
  • 10.12.18 10:09
    Die S1 fährt schon wieder im Zehn-Minuten-Takt.
  • 10.12.18 10:04
    Aber es gibt auch poetische Kommentare...
  • 10.12.18 10:00
    Die Häme im Netz lässt im Gegensatz zu den Bahnen nicht auf sich warten.
  • 10.12.18 09:51
  • 10.12.18 09:51
    Der Warnstreik der EVG legte nicht nur große Teile des deutschen Zugverkehrs lahm, sondern betraf auch die Systeme und Einrichtungen zur Kundeninformation. "Durch den Warnstreik ist auch die durchgängige Information der Kunden in den Bahnhöfen nicht immer möglich", teilt die Bahn mit. Dies sei aus Sicht des Unternehmens "besonders ärgerlich". Zum Teil seien auch Reise- und Ansagezentren bestreikt worden. Von den Ausfällen betroffen waren demnach zeitweise auch die Informationssysteme auf bahn.de/aktuell und in der Bahn-App DB-Navigator.

  • 10.12.18 09:21
    Nach dem Ende des Warnstreiks läuft der Bahnverkehr „nach und nach“ wieder an. Bahnkunden müssen aber noch den gesamten Montag mit Einschränkungen im Fern- und auch im Regionalverkehr rechnen, teilt der Konzern mit. Viele Züge hätten wegen des Streiks nicht planmäßig gewartet werden können, Züge und Personal seien in vielen Fällen nicht an den geplanten Einsatzorten.
  • 10.12.18 09:17
    Es kommt noch zu vielen Verspätungen, weil die Züge im Stau stehen. Eigentlich sollte jetzt ein Regionalzug nach Potsdam fahren. An Bahnhöfen mit nur einem Regionalzuggleis, wie dem Berliner Hauptbahnhof, blockieren verspätete Züge die pünktlichen. "Aber es pendelt sich langsam ein", sagt ein Mitarbeiter.
  • 10.12.18 09:15
    Der Kiosk in Ludwigsfelde, dem Pendler-Bhf mit den Strecken RE 3+RE4, hat schon seit 5.30 Uhr auf. Valora-Gebietsverkaufsleiter Frank Schumann und Kollegin freuen sich zwar über mehr als doppelt so hohen Umsatz wie sonst, sind aber sauer: "Diese Strecke und die ganze Region sollten ja noch gestern Abend gar nicht dabei sein, und heut früh hören wir von Kunden, dass auf der ganzen Ringbahn nichts fährt..." Außerdem soll es noch lange dauern, bis hier wieder fahrplanmäßig gefahren wird, denn in Trebbin (das ist etwas weiter südlich auf der Anhalter Bahn) sollen jede Menge Züge stehen. "So ein Streik ohne Ankündigung und das jetzt im Dezember..." Schumann zwingt sich, seinen Ärger im Zaum zu behalten. Die 20-jährige Azubine Franziska Hechter kommt aus Priedl und musste statt wie sonst mit dem Zug mit dem Bus kommen: "Der war natürlich rappelvoll, weil der Busfahrer ausnahmsweise auch Fahrräder mitgenommen hat, was er ja sonst gar nicht darf." Die junge Frau lernt im Küchenfachbereich beim ZAL.
  • 10.12.18 09:14
    Noch immer ist der sonst übervolle Bahnsteig 2 in Ludwigsfelde (Richtung Berlin) fast verwaist. Dafür sind die Zufahrtsstraßen L79 und B101 verstopft...
  • 10.12.18 09:11
    Ob Ihre Bahn schon wieder fährt, können Sie aktuell hier verfolgen: https://sbahn.berlin/fahren/fahrplanaenderungen/
  • 10.12.18 09:08
    Die S-Bahn von Berlin nach Potsdam soll im 20-Minuten-Takt eingerichtet werden, sagt die Mitarbeiterin am S-Bahn-Schalter am Berliner Hbf. Regionalzüge fahren etwa alle 30 Minuten.
Tickaroo Liveblog Software

Berliner S-Bahn massiv betroffen

Der bundesweite Warnstreik hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Berliner S-Bahn. Die Stationen Potsdam und Wannsee wurden am Morgen gar nicht angefahren, auch die Innenstadt-Stationen werden nicht bedient. „Wir bemühen uns, während des Streiks ein Angebot aufrecht zu erhalten“, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Die Fahrgäste wurden aufgefordert, auf U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse auszuweichen.

Zudem sind bei der Berliner S-Bahn am Montagmorgen die Lautsprecher im gesamten S-Bahnnetz ausgefallen. Das teilte das Unternehmen beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Es stehe zur Zeit „keine akustische Fahrgastinformation“ zur Verfügung hieß es.

Die Einstellung wird zunächst bis zum offiziell angekündigten Ende des Ausstands um 9.00 Uhr andauern. Darüber hinaus werde es aber während des gesamten Tages zu massiven Einschränkungen im bundesweiten Fernverkehr kommen, sagte ein Bahn-Sprecher. Er empfahl Reisenden dringend, ihre Reisen auf den Dienstag zu verschieben. Alle Tickets behielten ihre Gültigkeit.

Deshalb wird gestreikt

Die EVG nannte ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des bundeseigenen Konzerns als Anlass für die Warnstreiks. Über den Umfang und die genaue Dauer sei noch nicht entschieden. Die Bahn sprach von einer „völlig überflüssigen Eskalation“. „Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar und verunsichert völlig unnötig unsere Kunden mitten in der Weihnachtszeit“, erklärte Personalvorstand Martin Seiler.

Zum Tarifangebot gehörten nach Bahn-Angaben eine Entgelt-Erhöhung von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro. Anstelle der zweiten Stufe sollte den Mitarbeitern erneut die Möglichkeit eröffnet werden, mehr Freizeit zu wählen. Dies sollte nach Darstellung der EVG aber erst ab Anfang 2021 möglich sein.

Von RND/dpa/pb