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Brandenburg Noch acht Jahre lang eingleisig – mindestens
Brandenburg Noch acht Jahre lang eingleisig – mindestens
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14:42 29.07.2019
Gleisanlagen am Cottbuser Bahnhof Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) hat sich am Montag in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) mit Landräten und Bürgermeistern aus der Region und Vertretern der DB Netz AG getroffen. Einziges Thema war der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke LübbenauCottbus, der von den Kommunalpolitikern in der Lausitz herbeigesehnt wird. Hoffnung auf einen raschen Baubeginn konnten Landesregierung und Bahn aber nicht machen.

Harald Altekrüger (CDU), Landrat von Spree-Neiße, sagte im Anschluss an das Treffen, der Ausbau zwischen Cottbus und Lübbenau habe für den Landkreis „höchste Priorität, da somit eines der drängendsten Infrastrukturprobleme in der Lausitz gelöst würde“. Auch Grit Klug, Beigeordnete aus Spree-Lausitz, begrüßte den geplanten Gleisausbau. Dies sei „die Voraussetzung für eine schnellere und bessere Anbindung der Region an die Metropolen“.

Ein Blick auf den von der Bahn vorgelegten Planungsstand zeigt, dass es noch mehr als acht Jahre dauern wird, bis die 29 Kilometer lange Strecke zweigleisig wird. Die Inbetriebnahme ist demnach zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 vorgesehen – wie üblich bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung mit der Einschränkung „voraussichtlich“.

Für das zweite Gleis müssten eine Oberleitung und sechs Überführungen neu gebaut sowie zwölf bestehende Bahnübergänge verbreitert werden. Dazu kommen Lärmschutzwände entlang der Trasse. Bevor die Planungen weitergehen, müssen sich das Land Brandenburg, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und die Bahn noch darauf verständigen, wie gebaut wird. Zwei Varianten sind denkbar: Bauen unter Betrieb oder eine Vollsperrung der Strecke für ein Jahr.

Zurück auf Los

Der Bahn-Experte Hans Leister sagte der MAZ, dass in den Jahren 2010/11 versäumt worden sei, einen späteren Gleisausbau als Option mit einzuplanen. Seinerzeit waren auf der eingleisigen Strecke die Oberleitungen aus DDR-Zeiten (Höchstgeschwindigkeit 120 km/h) demontiert und durch neue ersetzt worden, die für Tempo 160 ausgelegt sind. Jetzt beginnt das Planfeststellungsverfahren für das neue Gleis wieder bei Null. Leisters frustriertes Fazit: „Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, werden wir die Verkehrswende nicht schaffen.“

Zum Fahrplanwechsel 2022 wird der Regionalexpress 2 von Wismar bis nach Lübbenau im 30-Minuten-Takt unterwegs sein (derzeit 60-Minuten-Takt). Für die Cottbuser bleibt es aber bei der stündlichen Verbindung.

Von Thorsten Keller

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