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Brandenburg Sommerferien: Märkische Kommunen stecken Millionen in Schulsanierung
Brandenburg Sommerferien: Märkische Kommunen stecken Millionen in Schulsanierung
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15:14 13.07.2019
In den Sommerferien werden viele Schulen saniert. Quelle: Moritz Frankenberg
Potsdam

Brandenburgs Kommunen investieren in Umbau und Sanierung von mehrere Millionen Euro. Traditionell wird vor allem während der Sommerferien gearbeitet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „Grundsätzlich sind viele Arbeiten, wenn sie besonders lärmintensiv sind oder mehrere Unterrichtsräume betreffen, so geplant, dass sie in den Sommerferien wegen der erforderlichen Baufreiheit umgesetzt werden“, sagt Potsdams Sprecher Markus Klier.

360 Millionen seit Oktober 2014

Für Sanierung, Ausbau und Modernisierung ihrer Kindertagesstätten und Schulen haben Städte und Landkreise seit Oktober 2014 nach Angaben des Bildungsministeriums rund 360 Millionen Euro aus Förderprogrammen von Bund, Land und EU erhalten.

In der Landeshauptstadt, die Träger von 45 Schulen ist, werden acht Schulen und dazugehörige Einrichtungen saniert. „In diesem Jahr sind die Arbeiten in den Schulferien stark geprägt von dem Unwetter im Juni“, sagt Markus Klier.

So werde in der Turnhalle der Grundschule „Hanna von Pestalozza“ nach einem Wasserschaden der Fußboden abgerissen, getrocknet und wiederhergestellt. Insgesamt fließen 2019 53,6 Millionen Euro in die Sanierung von Schul- und Sportstätten in Potsdam.

Beelitz investiert mehr als zwei Millionen

Die Stadt Beelitz (Potsdam-Mittelmark) investiert mehr als zwei Millionen Euro in ihre Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Laut Matthias Weigt, Sachgebietsleiter Hochbau in der Stadtverwaltung, werden in den Ferienwochen drei Schulen und sechs Kitas saniert.

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Der Landkreis Oder-Spree nimmt im laufenden Jahr knapp 1,1 Millionen Euro für die Instandsetzung an den Schulen in die Hand, sagt Kreissprecher Mario Behnke. Auch der Landkreis Uckermark investiert mehrere Millionen Euro in die Sanierungen. So kostet laut Kreisbauamtsleiter Uwe Falke allein die Komplettsanierung der Oberschule „Philipp Hackert“ in Prenzlau 3,7 Millionen Euro.

Fachkräftemangel macht sich bemerkbar

Viele Kommunen setzen auf Bauunternehmen aus der Region. Doch auch dort machen sich Fachkräftemangel und gute Auftragslage bemerkbar. „Bei den öffentlichen Ausschreibungen der Kreisverwaltung ist immer häufiger eine mangelnde Beteiligung zu verzeichnen“, sagt Behnke. Auftragnehmer würden öffentliche Vergabe- und Auswahlprozesse meiden und angesichts der Nachfrage für die Privatwirtschaft arbeiten. Dies führe zu Verschiebungen von geplanten Baumaßnahmen.

Zudem sorge der hohe Auslastungsgrad der Unternehmen für höhere Baupreise. „Als besondere Kostentreiber erwiesen sich in den vergangenen Jahren auch Vorschriften im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien“, sagt Mario Behnke.

Ähnliches ist aus dem Potsdamer Rathaus zu hören. Kurzfristige Maßnahmen können nur schwer umgesetzt werden. „Tatsächlich sind viele Firmen über Aufträge in den Schulen gebunden, so dass es insbesondere bei Schadensereignissen schwieriger wird, überhaupt noch Firmen zu finden, die die Sanierungen leisten können“, sagt Markus Klier.

Von RND/dpa/lin

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