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Brandenburg Behörden, Gerichte und Politiker bedroht – Anklage gegen 31-Jährigen
Brandenburg Behörden, Gerichte und Politiker bedroht – Anklage gegen 31-Jährigen
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13:50 27.01.2020
Neonazi-Kundgebung im brandenburgischen Wittstock. Quelle: imago/Christian Ditsch
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Berlin/Potsdam

Nach Drohmails gegen Politiker und Behörden in ganz Deutschland hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft einen 31-Jährigen angeklagt. André M. soll ab Dezember 2018 unter dem Absender „NationalSozialistische Offensive“ bundesweit Mails an Mitglieder des Bundestages, Gerichte, Polizeidienststellen, Behörden, Einkaufszentren und Medien verschickt.

Gedroht wurde mit Bomben, aber auch mit Exekutionen auf offener Straße. Rathäuser, Bahnhöfe, ein Finanzamt und auch ein Kindergarten wurden evakuiert. Sprengkörper wurden aber nicht gefunden. Angeklagt sind 107 Taten. Auch dem Landgericht in Potsdam hatte André M. eine Droh-Mail geschickt.

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Einschlägig vorbestraft

Er war Anfang April 2019 in Schleswig-Holstein gefasst und später in eine Haftanstalt nach Berlin überführt worden. Er war laut Staatsanwaltschaft wegen Sprengstoff-, Brand- und Körperverletzungsdelikten einschlägig vorbestraft.

Die Tatserie begann laut Staatsanwaltschaft, nachdem der mutmaßliche Schreiber nach einer Haftstrafe auf freien Fuß kam. Ähnlichkeiten zum früheren Vorgehen des Mannes hätten auf seine Spur geführt. Gefunden wurden den Angaben nach detaillierte Anleitungen zum Bau von Sprengvorrichtungen, die er aus dem Internet heruntergeladen und teilweise ergänzt haben soll.

Die Anklage lautet auf Anleitung zur Begehung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten, Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten, schwere Nötigung sowie versuchte räuberische Erpressung und Bedrohung.

Die Berliner Strafverfolgungsbehörde hatte die Ermittlungen federführend übernommen, „um die Ressourcen zu bündeln“. Bevor es zu einem Prozess kommt, muss die Anklage vom Landgericht zur Hauptverhandlung zugelassen werden.

Von MAZonline