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13:38 22.02.2018
Kita-Eltern werden in Brandenburg künftig deutlich entlastet. Quelle: dpa
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Potsdam

Die beitragsfreie Kita kommt – und die Kommunen zittern. Sie fürchten, am Ende auf Mehrkosten sitzen zu bleiben, weil mehr Kinder vom Schulbesuch zurückgestellt werden und weil Eltern ihre Kinder länger betreuen lassen – eben weil es nichts kostet.

Vor allem aber fürchten die Gemeinden als Kita-Träger einen großen Bürokratieaufwand. Denn das Land erstattet die Kita-Kosten pro Kind per Pauschale. Brandenburg ist aber berüchtigt als Land mit unterschiedlichst hohen Kita-Beiträgen, die den Eltern abverlangt werden. Wenn eine Gemeinde also mit der durchschnittlichen Pauschale von 115 Euro nicht auskommt und beim Land höhere Betreuungskosten geltend macht, muss sie einen Antrag beim Ministerium stellen – und dann wird die Kita-Satzung überprüft.

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Das mag kompliziert sein für die Kommunen. Am Ende aber könnte das geschehen, was Eltern seit Jahren fordern: Die Kita-Satzungen kommen reihenweise auf den Prüfstand und damit dahin, wo sie hingehören. Denn wie die unterschiedlich hohen Elternbeiträge in Brandenburgs Gemeinden zustande kommen, gleicht bis dato einer Black Box. Eltern sehen sich deswegen gezwungen, gegen intransparente Satzungen und Kalkulationen zu klagen. Schon allein deswegen ist der Einstieg in die Kita-Beitragsfreiheit ein toller Erfolg.

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Von Torsten Gellner

22.02.2018
22.02.2018
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