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Brandenburg Sattes Lohnplus für Beschäftigte der Brandenburger Volkssolidarität
Brandenburg Sattes Lohnplus für Beschäftigte der Brandenburger Volkssolidarität
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14:23 29.10.2019
Die Löhne in der Pflege steigen deutlich an. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
Potsdam

Immer mehr Brandenburger Beschäftigte in der Pflege und Kinder- und Jugendhilfe profitieren von dem neuen Flächentarifvertrag. Rückwirkend zum 1. Oktober werden nun auch mehr als 1000 Beschäftigte im Landesverband der Volkssolidarität erstmals nach dem Tariflohn für Sozialwirtschaft und Pflege bezahlt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Etwa die Hälfte der Beschäftigten sei in der ambulanten Pflege, die andere Hälfte in Kitas, der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe oder in Beratungsstellen und Seniorentreffs tätig, teilte Verdi mit. Die Einführung des Flächentarifvertrags bringt ein sattes Lohnplus mit sich: Nach Berechnungen der Volkssolidarität erhöhen sich die Löhne in der Pflege ab 1. Oktober um durchschnittlich 39 Prozent. Das monatliche Entgelt steigt demnach um 200 bis 500 Euro. Der Monatslohn für Kita-Erzieher soll zwischen 300 EUR bis 450 EUR steigen, hieß es. Zum 1. Januar 2020 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 3 Prozent bis 3,29 Prozent.

Heimkosten dürften steigen

Vergangenes Jahr hatte sich Verdi erstmals mit einem Brandenburger Arbeitgeberverband auf einen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft geeinigt. Damit stiegen zunächst die Löhne für zunächst rund 2000 Mitarbeiter von Einrichtungen, die der Paritätischen Tarifgemeinschaft (PTG) angehören. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Pflegekasse war die Volkssolidarität der Tarifgemeinschaft zum 1. Oktober ebenfalls beigetreten.

„Mit der Tarifbindung des Brandenburger Landesverbands der Volkssolidarität wird deutlich, dass auch in der ambulanten Pflege und in allen anderen Bereichen der Sozialwirtschaft, wie in Kitas, in der Kinder- und Jugendhilfe und in der Behindertenhilfe, die Tariflöhne von den jeweiligen Kostenträgern refinanziert werden“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. Er forderte nun weitere Sozialträger auf, der Tarifgemeinschaft beizutreten.

Die Kehrseite des Lohnzuwachses: Das System der Pflegeversicherung sieht vor, dass Gehaltssteigerungen weitestgehend an Heimbewohner weitergegeben werden. Die Platzkosten in den entsprechenden Einrichtungen dürften demnach steigen.

Von Torsten Gellner

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