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Brandenburg Bericht: Flughafenchef will TÜV-Kriterien aufweichen
Brandenburg Bericht: Flughafenchef will TÜV-Kriterien aufweichen
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17:52 15.11.2018
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Quelle: dpa
Potsdam

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will einem Bericht des RBB zufolge die Prüfkriterien für den TÜV aufweichen, um die Eröffnung des Airports im Herbst 2020 zu sichern. „Der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft erwartet von allen Beteiligten Unterstützung, um den BER zum Oktober 2020 fertig zu stellen", heißt es in einer E-Mail, aus der der Sender zitiert. Lütke Daldrup sehe „eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen als Möglichkeit zur Einhaltung des Termins“, heißt es weiter. Darüber hinaus ziehe er einen Deal zwischen der Bauaufsichtsbehörde und der Flughafengesellschaft „zum weiteren Umgang mit den wesentlichen Mängeln“ in Betracht.

Laut RBB beziehen sich die E-Mails auf ein Treffen am 1. November im Brandenburger Infrastrukturministerium. Daran soll neben der Flughafengeschäftsführung auch der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Bretschneider, Mitarbeiter der obersten Bauaufsicht, der Luftfahrtbehörde sowie der Staatskanzlei und Verkehrsministerin Ministerin Kathrin Schneider (SPD) teilgenommen haben.

Kritik an hohen Auflagen

In einer schriftlichen Stellungnahme teilte Lütke Daldrup dem RBB mit, dass in dem Gespräch am 1. November die Prüfkriterien für den TÜV diskutiert worden seien. Jedoch sei der geplante Eröffnungstermin auch ohne Änderung der rechtlichen Grundlagen oder ohne eine Vereinbarung mit der Bauaufsichtsbehörde zu halten, beteuerte der Flughafenchef.

Der Flughafenchef hatte sich zuletzt immer wieder in Interviews über zu strenge Auflagen im deutschen Baurecht beschwert und angeregt, dass sich die Regelungen an dem niedrigsten Standard unter den deutschen Bundesländern orientieren soll.

Um die Baugenehmigung des BER zu retten, hatte das Land Brandenburg bereits die Bauordnung reformiert. Andernfalls wäre die Genehmigung zum Ende des Jahres 2016 erloschen und hätte neu beantragt werden müssen.

Von Torsten Gellner

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