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Brandenburg Schulen durch geringe Schülerzahl bedroht
Brandenburg Schulen durch geringe Schülerzahl bedroht
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13:28 10.04.2018
Quelle: Peter Endig
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Potsdam

Der Kampf um den Fortbestand der Oberschule Glöwen in der Prignitz, deren Zukunft wegen geringer Schülerzahlen auf dem Spiel steht, hat den Landtag erreicht. Die Fraktionen von SPD und Linke sprachen sich am Dienstag für ein Moratorium aus, um eine übereilte Schulschließung zu verhindern. Es gebe zwar eine einjährige Übergangsfrist für den Fall, dass eine Schule die Mindestschülerzahl nicht erreichen könne. Doch diese sei zu kurz. „Eine Schule zu schließen geht schnell. Sie wieder aufzubauen, dauert“, sagte Linkenfraktionschef Ralf Christoffers. „Schulen sind Teil unserer öffentlichen Daseinsvorsorge.“

Das Land habe eine Demografiekommission einberufen, die Vorschläge erarbeiten soll, wie sich Schulen auf dem Land in Regionen mit Bevölkerungsrückgang entwickeln können. Diesen Vorschlägen wolle man nicht vorgreifen, sagte die Bildungspolitikerin Simona Koß (SPD). „Wir wollen Schulschließungen solange aussetzen, bis die Ergebnisse der Kommission vorliegen“, erklärte sie. Das sei in zwei Jahren zu erwarten.

Neben Glöwen steht auch der Schulstandort Neutrebbin (Märkisch-Oderland) zur Disposition. Für das kommende Schuljahr zeichne sich ab, dass zwei weitere Schulstandorte betroffen seien, sagte Koß. Um welche Schulen es sich dabei handelt, wollte sie nicht sagen, um keine unnötige Unruhe zu stiften.

Von Torsten Gellner