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Brandenburg Ministerium: Kein Niveauverlust durch Turbo-Referendariat
Brandenburg Ministerium: Kein Niveauverlust durch Turbo-Referendariat
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13:14 25.01.2019
Lehrer in Brandenburg sollen nur noch 12 Monate statt 18 Monate ins Referendariat. Quelle: dpa/Pleul
Potsdam

Das Brandenburger Bildungsministerium hat die Befürchtung zurückgewiesen, dass mit der beschleunigten Lehrerausbildung ein Niveauverlust einhergeht. „Einen Niveauverlust in der Lehrkräfteausbildung wird es nicht geben. Es geht beim neu eingeführten einjährigen Vorbereitungsdienst um die bessere Entwicklung von praktischen Fähigkeiten und Kompetenzen in der Tätigkeit als Lehrkraft“, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums vom Freitag.

Statt 18 Monate wird das Referendariat in Zukunft 12 Monate dauern. Außerdem fällt bei der Prüfung die schriftliche Hausarbeit weg. Brandenburg orientiere sich damit an den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz, wonach die Lehrerausbildung samt Studium nicht länger als sechs Jahre dauern soll, heißt es. Dazu sei der Master-Studiengang an der Universität Potsdam um Praxisanteile erweitert worden.

Lehrerverbände: Prüfung wird einfacher

Auf die schriftliche Hausarbeit werde bewusst verzichtet, weil die angehenden Lehrkräfte bereits während ihres Studiums mehrfach nachweisen mussten, dass sie in der Lage und fähig sind, wissenschaftliche Arbeiten mit schulpraktischem Bezug zu verfassen, heißt es aus dem Ministerium.

Die neu gegründete Interessengemeinschaft Brandenburgischer Lehrerfachverände (IBL), in der sich Pädagogen aller Schulformen engagieren, warnt dagegen davor, dass Prüfung künftig einfacher werden und das Ausbildungsniveau insgesamt sinkt. „Die Regelung erweckt den Anschein, dass mit dieser höheren Bestehensquote dem Lehrermangel in Brandenburger Schulen begegnet werden soll“, sagte IBL-Sprecherin Karin Salzberg-Ludwig.

Dass die Lehrerausbildung gestrafft wird, um dem akuten Lehrermangel zu begegnen, dementiert das Ministerium. Früher hatte das Ministerium das Turbo-Referendariat dagegen durchaus als Instrument angesichts des gestiegenen Bedarfs an Lehrkräften bezeichnet.

Von Torsten Gellner

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