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Brandenburg Bitte keine Randale! Babelsberg und Cottbus appellieren an die Fans
Brandenburg Bitte keine Randale! Babelsberg und Cottbus appellieren an die Fans
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15:59 24.10.2019
Finale im Landespokal 2018 zwischen Babelsberg und Cottbus – die Potsdamer Fans zündeten nach dem Abpfiff Pyrotechnik und verhinderten so die Siegerehrung.
Finale im Landespokal 2018 zwischen Babelsberg und Cottbus – die Potsdamer Fans zündeten nach dem Abpfiff Pyrotechnik und verhinderten so die Siegerehrung. Quelle: imago/Matthias Koch
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Berlin

Die Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg und Energie Cottbus haben ihre Fans vor dem brisanten Brandenburg-Derby zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Vor dem Duell am Sonntag (14 Uhr) im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg appellierten beide Clubs, „in ihren Fankurven keinen Platz zu bieten für Anfeindungen, Hetze, Diskriminierungen und Provokationen“. Außerdem solle sich „von jeglicher Form von Gewalt“ distanziert werden. Stattdessen solle es besser einen würdigen Rahmen für die Viertliga-Begegnung geben, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag.

Nur bleifreies Bier im Gästeblock

„Beide Vereine sind sich der Brisanz des Spieles bewusst und haben in den vergangenen Wochen gemeinsam mit der Polizei verschiedene Sicherheitsvorkehrungen getroffen“, teilten die Clubs mit. Eine der Maßnahmen: Auf Wunsch der Cottbuser wird im Gästeblock ausschließlich alkoholfreies Bier verkauft. Babelsberg erwarte „sowohl von seinen Fans als auch von den Anhängern des FC Energie Cottbus, die Vorgaben zur Sicherheit im Stadion zu respektieren und einzuhalten“.

In der Vergangenheit hatte es bereits mehrfach schlimme Zwischenfälle am Rande der Begegnungen von beiden Mannschaften gegeben. Im April 2017 wurden aus dem Cottbuser Gästeblock unter anderem rechtsextreme Parolen skandiert und der Hitlergruß gezeigt.

2018 wurde beim Landespokalfinale durch Babelsberger Chaoten die Siegerehrung des FC Energie verhindert. Sie hatten im eigenen Stadion Pyrotechnik gezündet. Ein Teil der Babelsberger Fans ist der linksextremen Szene zuzuordnen.

Von MAZonline