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Brandenburg Scharfe Kritik am Blitz-Marathon
Brandenburg Scharfe Kritik am Blitz-Marathon
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16:12 16.04.2015
Blitz-Marathon am 16. April 2015.  Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erwartet keinen großen Effekt von den konzentrierten Kontrollen. "Wer sowieso meist schneller fährt als erlaubt, wird das danach auch weiterhin tun", hieß es.

Sinnvoller wäre es, wenn Verkehrssünder "direkt nach ihrer Regelverletzung von der Polizei angesprochen werden", so die GdP. Erst das bringt neben dem obligatorischen Knöllchen einen anhaltenden verkehrserzieherischen Effekt", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow. Angesichts der ausgedünnten polizeilichen Verkehrsüberwachung könne dies jedoch nicht geleistet werden, schränkte Malchow ein.

Der GdP-Bundesvorsitzende weiter: "Aktionen wie der Blitz-Marathon versprechen zwar eine große öffentliche Aufmerksamkeit, unterschlagen wird aber, an welchen Stellen die zusammengeholten Polizistinnen und Polizisten ihre eigentlichen Aufgaben vernachlässigen mussten."

Auch Polizeisprecher Mario Heinemann zeigte sich am Donnerstag „doch ein bisschen überrascht“, wie viele Autofahrer an dem Kontrollpunkt nahe einer Kita die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h missachtet haben. Sein Eindruck sei, dass die Autofahrer trotz des angekündigten Blitz-Marathons nicht unbedingt langsamer fahren würden. Die Rückmeldungen aus den anderen Polizeidirektionen stehen noch aus.

Berlins GdP-Landesvorsitzende Kerstin Philipp hält den Blitz-Marathon gegen Raser für eine "mediale Showeinlage". Die "traurige Wahrheit des Personalmangels bei der Polizei" könne damit nicht kaschiert werden, teilte sie am Donnerstag mit. Der europaweite Blitz-Marathon werde Raser "schon morgen wieder nicht von ihrem lebensgefährlichen Verhalten abhalten".

Sollte die Polizei stärker gegen Raser vorgehen?

Immer wieder geht die Polizei in Brandenburg gegen Raser, Gurtmuffel und Auto-Telefonierer vor. Dennoch ist das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg höher als in vielen anderen Bundesländern. Und wieder wird kontolliert: Beim bundesweiten Blitz-Marathon am Donnerstag, 16. April 2015, gibt es rund 300 Kontrollpunkte im Land Brandenburg, vor allem vor Kitas, Schulen, Altenheimen und an Gefahrpunkten wie Kurven, Steigungen und Strecken mit dichtem Baumbestand.

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Erste Bilanz der Polizeidirektion West

Zur Mittagszeit hatte die Polizei 927 Fahrzeuge registriert, dessen Fahrer sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten hatten.

"Spitzenreiter" war bis dahin ein Audifahrer, der im Bereich des Autobahndreieecks Potsdam auf der A9  mit 173 km/h "geblitzt" wurde. Erlaubt sind hier 100 km/h. Ihn erwarten jetzt ein Fahrverbot, Punkte in Flensburg und ein empfindliches Bußgeld.

Was tun, wenn es blitzt?

Für jeden Bußgeldbescheid gibt es eine sogenannte Einspruchsfrist. Innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheids kann man Einspruch einlegen – auch vorsorglich, wenn man vielleicht noch überlegt, ob man den Bescheid akzeptieren möchte oder nicht, heißt es seitens der ARAG-Versicherung.

Wenn die Frist verpasst wird, dann gilt

  • a) das Bußgeld, es drohen
  • b) Punkte oder
  • c) gar ein Fahrverbot.

Ein einmal eingelegter Einspruch kann bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht jederzeit zurückgenommen werden.

Übersicht über die Blitzer in Brandenburg

Von MAZonline

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